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Feuerleichtsteine

Leichte Feuerleichtsteine für Brennöfen, Industrieöfen und Schmiedeöfen

Feuerleichtsteine sind leichte, poröse Feuerfeststeine zur Reduzierung von Wärmeverlusten und der thermischen Masse von Brennöfen, Industrieöfen, Schmiedeöfen und anderen Hochtemperaturanlagen. Das Sortiment umfasst Steine der Klassen 23, 26, 28 und 30 mit maximalen Anwendungstemperaturen von 1260 °C bis 1650 °C. Jede Klasse hat die Maße 230 × 114 × 76 mm, sodass die Temperaturklasse gewechselt werden kann, ohne das Nennformat der Steine zu verändern. Wählen Sie die Klasse anhand der berechneten Auskleidungstemperatur, der Atmosphäre, der Position als Heißschicht oder Hinterisolierung und der erforderlichen mechanischen Festigkeit – nicht einfach nach der höchsten Brenntemperatur. Die Struktur mit geringer Rohdichte ermöglicht ein schnelleres Aufheizen und Abkühlen als bei dichten Schamottesteinen, bietet jedoch eine geringere Festigkeit und Abriebbeständigkeit. Die Steine sollten daher vor Stößen, hohen Lasten, starkem Verschleiß und dem Kontakt mit geschmolzenen Materialien geschützt werden, sofern die Auslegung der Auskleidung eine solche Beanspruchung nicht ausdrücklich zulässt. Verwenden Sie einen kompatiblen Feuerfestmörtel: Silcas M wird für Klasse 23 empfohlen, Vitset 45 für die Klassen 26, 28 und 30.

  1. Isolierfeuersteine VITCAS G23 – 1260 °C Leichtsteine
    Bewertung:
    100%
    Isolierfeuersteine VITCAS G23 – 1260 °C Leichtsteine
    Sonderpreis 3,56 € 2,99 € Regular Price 9,27 € 7,79 €

    Vitcas Isolierfeuersteine – Qualitätsstufe 23. Hitzebeständig bis 1260 °C. Maße: 230 × 114 × 76 mm. Ideal für Anwendungen, bei denen keine Wärmespeicherung erwünscht ist – z. B. zur Dämmung in Keramikbrennöfen, Industrieöfen, Rauchkanälen und anderen Hochtemperaturanlagen.

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  2. Isolierfeuersteine VITCAS G26 -1430°C - Hochtemperatur-Leichtsteine
    Bewertung:
    98%
    Isolierfeuersteine VITCAS G26 -1430°C - Hochtemperatur-Leichtsteine
    Sonderpreis 4,32 € 3,63 € Regular Price 10,82 € 9,09 €

    Vitcas Isolierfeuersteine – Qualitätsstufe 26. Hitzebeständig bis 1430 °C. Maße: 230 × 114 × 76 mm. Geeignet für verschiedene Hochtemperatur-Anwendungen wie Gasgeneratoren, Brennöfen, Industrieöfen und Entspannungsöfen zur thermischen Isolierung.

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  3. Isolierfeuersteine VITCAS G28 – Leichtsteine 1530°C
    Bewertung:
    99%
    Isolierfeuersteine VITCAS G28 – Leichtsteine 1530°C
    Sonderpreis 5,88 € 4,94 € Regular Price 12,36 € 10,39 €

    Vitcas Isolierfeuersteine – Qualitätsstufe 28. Maße: 230 × 114 × 76 mm. Hitzebeständig bis 1530 °C. Die leichten Isoliersteine eignen sich für verschiedene industrielle Anwendungen, z. B. zur Auskleidung von Keramikbrennöfen und Industrieöfen in Bereichen ohne direkten Kontakt mit geschmolzenem Material.

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  4. Isolierfeuersteine VITCAS G30 -1650 °C - feuerfeste Leichtsteine
    Bewertung:
    100%
    Isolierfeuersteine VITCAS G30 -1650 °C - feuerfeste Leichtsteine
    Sonderpreis 7,58 € 6,37 € Regular Price 15,40 € 12,94 €

    VITCAS Isolierfeuersteine – G30. Abmessungen: 230×114×76 mm. Temperaturbeständig bis 1650 °C. Die leichten Isoliersteine eignen sich für industrielle Anwendungen wie Heißwindöfen, als primäre Auskleidung, als Hinterisolierung in Brennöfen und Industrieöfen sowie zur Isolierung von Rauchgasleitungen.

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Auswahl von Feuerleichtsteinen nach Temperatur und Anwendung

Feuerleichtsteine, häufig als FL-Steine bezeichnet, verbinden eine feuerfeste Zusammensetzung mit einer kontrollierten porösen Struktur. Die eingeschlossenen Poren verringern Dichte, Wärmeleitfähigkeit und Wärmespeicherung gegenüber dichten Feuerfeststeinen. Dadurch eignen sich Feuerleichtsteine für Anwendungen, in denen Brennöfen, Industrieöfen oder Schmiedeöfen die Betriebstemperatur effizient erreichen müssen, das Gehäuse vor Wärmeverlusten geschützt werden soll oder ein geringeres Gewicht der Auskleidung vorteilhaft ist.

Die Auswahl der Klasse richtet sich nicht allein nach der Temperatur. Bei der Auslegung der Auskleidung müssen außerdem mechanische Belastung, Abrieb, Gasgeschwindigkeit, direkte Flammeneinwirkung, chemische Atmosphäre, Temperaturwechsel und ein möglicher Kontakt mit Schlacke, Asche, Metallschmelze oder Glasschmelze berücksichtigt werden. Ein Feuerleichtstein kann in einer geeigneten, mechanisch wenig beanspruchten Anlage als direkt exponierte Heißschicht oder als Hinterisolierung hinter einer dichteren Arbeitsauskleidung eingesetzt werden. Die richtige Funktion hängt von der Klasse und den Betriebsbedingungen ab.

Vergleich der Klassen

KlasseMaximale AnwendungstemperaturNennmaßeRohdichte Empfohlener VersetzmörtelTypische Auswahlkriterien
Klasse 231260 °C230 × 114 × 76 mm600 kg/m³Weißer Feuerfestmörtel Silcas M, temperaturbeständig bis 1260 °CHeißseitige Auskleidungen von Brennöfen, Schmiedeöfen und Wärmebehandlungsöfen im niedrigeren Temperaturbereich oder Hinterisolierungen, deren Temperatur 1260 °C nicht überschreitet.
Klasse 261430 °C230 × 114 × 76 mm800 kg/m³Feuerfestmörtel Vitset 45Brennöfen, Schmiedeöfen und Wärmebehandlungsöfen für höhere Temperaturen sowie industrielle Hinterisolierungen.
Klasse 281530 °C230 × 114 × 76 mm900 kg/m³Feuerfestmörtel Vitset 45Hochtemperaturauskleidungen keramischer Brennöfen sowie berührungsfreie Bereiche von Glas- oder Emailleöfen, in denen ein niedriger Eisengehalt relevant ist.
Klasse 301650 °C230 × 114 × 76 mm1000 kg/m³Vitset 45; Vitset 80 oder Vitset 90, wenn der Mörtel eine höhere Temperaturbeständigkeit erfordertStark beanspruchte Heißseiten von Brennöfen, Schmiedeöfen und Industrieöfen, Hinterisolierungen von Heißwindöfen sowie geeignete Hochtemperatur-Abgaszüge.

Die angegebene Höchsttemperatur ist der für den Stein ausgewiesene Grenzwert und keine empfohlene Dauer-Auslegungstemperatur für jede Anlage. Für Temperaturschwankungen, Brennerbedingungen, lokale Überhitzungen und Prozessstörungen ist eine angemessene technische Sicherheitsreserve vorzusehen. Auch Mörtel, Fugen, Verankerungen, Hinterisolierung, Gehäuse und mögliche Schutzbeschichtungen müssen geeignet sein. Ein höher temperaturbeständiger Mörtel erhöht die Anwendungstemperatur des Steins nicht.

Feuerleichtstein oder dichter Feuerfeststein?

EigenschaftFeuerleichtsteinDichter Feuerfeststein
StrukturLeicht und porösKompakt und vergleichsweise schwer
Thermische FunktionBegrenzt den Wärmestrom und speichert weniger WärmeBietet feuerfeste Masse und eine höhere Wärmespeicherung
AufheizverhaltenErmöglicht bei fachgerecht ausgelegten Auskleidungen ein schnelleres Aufheizen und AbkühlenBenötigt in der Regel mehr Zeit zum Aufheizen und gibt gespeicherte Wärme langsamer ab
Mechanische FestigkeitGeringer; leichter zu schneiden, aber empfindlicher gegen Stöße und PunktlastenWiderstandsfähiger gegen Belastungen, Stöße und allgemeine mechanische Beschädigungen
Abrieb und ErosionGeringere Beständigkeit; Gasgeschwindigkeit, Materialbewegung und Reinigungsverfahren müssen geprüft werdenWird für stark beanspruchte Arbeitsflächen mit Verschleißbelastung meist bevorzugt
Typische FunktionMechanisch wenig beanspruchte Heißschicht oder HinterisolierungArbeitsauskleidung, Herd, tragender Bereich oder stark beanspruchte Heißseite, abhängig von der Klasse

Keine der beiden Ausführungen ist grundsätzlich besser. Ein periodisch betriebener Handwerksbrennofen kann von der schnellen Reaktion einer leichten Isolierauskleidung profitieren, während ein Kamin, Ofenboden, Industrieofenherd oder eine Verschleißfläche die Festigkeit und das Wärmespeichervermögen dichter Steine erfordern kann. Mehrschichtige Industrieauskleidungen bestehen häufig aus einem dichten Feuerfestmaterial auf der Arbeitsseite und dahinter angeordneten Feuerleichtsteinen, um Gehäusetemperatur und Wärmeverluste zu senken.

Primäre Heißseitenauskleidungen

Das Sortiment umfasst geeignete Klassen für den Einsatz als primäre Heißseitenauskleidung in keramischen und industriellen Brennöfen, Schmiedeöfen und Wärmebehandlungsöfen. In dieser Position ist der Feuerleichtstein der Ofenatmosphäre direkt ausgesetzt. Die Temperatur ist daher nur ein Teil der Spezifikation. Es muss sichergestellt werden, dass Verbrennungsgase, Flammenbild, Chargenhandhabung, Brennhilfsmittel und Reinigung keine unzulässige Abrieb- oder Stoßbelastung verursachen.

Feuerleichtsteine eignen sich als Heißseitenmaterial vor allem für saubere Einsatzbedingungen mit geringer mechanischer Beanspruchung. Sie sollten nicht automatisch für Herde mit schweren Werkstücken, durch Radlasten beanspruchte Ofenböden, von abrasiven Partikeln durchströmte Zonen oder Flächen mit aggressiver Schlackenbelastung ausgewählt werden. In diesen Bereichen können dichte Feuerfestmaterialien, Feuerbeton, eine Schutzbeschichtung oder eine anders abgestufte Auskleidung erforderlich sein.

Hinterisolierung

Hinter dichten Steinen, Feuerbeton oder einer anderen zugelassenen Arbeitsauskleidung verringern Feuerleichtsteine den Wärmeübergang zum Stahlgehäuse oder zur umgebenden Konstruktion. Diese Anordnung eignet sich für Brennöfen, Industrieöfen, Behandlungsbehälter, Regeneratoren, Gaserzeuger, Tieföfen, Spannungsarmglühöfen, Reaktionskammern und geeignete Abgaszugssysteme.

Die Hinterisolierung muss innerhalb ihrer eigenen Temperaturgrenze bleiben. Die Grenzflächentemperatur ist über die gesamte Auskleidungsdicke zu berechnen, statt davon auszugehen, dass die äußere Schicht stets kühl bleibt. Die Fugen zwischen Heißschicht und Isolierschicht sind so auszulegen, dass die Wärmeausdehnung keine schädlichen Lasten überträgt und keine durchgehenden Wärmebrücken entstehen.

Keramik- und Töpferöfen

Eine geringe thermische Masse ist besonders bei Brennöfen vorteilhaft, die wiederholt aufgeheizt und abgekühlt werden. Zum Aufheizen der Feuerfestauskleidung selbst wird weniger Energie benötigt, und die Brennkammer kann schneller auf die programmierte Brennkurve reagieren. Klasse 23 kann für Anwendungen im niedrigeren Temperaturbereich geeignet sein, während die Klassen 26, 28 und 30 stufenweise höhere ausgewiesene Grenztemperaturen bieten. Bei der tatsächlichen Auswahl sind die Temperatur der Heizelemente, lokale Brennerüberhitzungen und die höchste vorgesehene Brennbedingung zu berücksichtigen – nicht nur die Nenntemperatur des Brennguts.

Klasse 28 wird als eisenarmer Feuerleichtstein für keramische Anwendungen ausgewiesen. Wenn Verunreinigungen, Farbreaktionen oder die Ofenatmosphäre kritisch sind, ist die aktuelle chemische Analyse anzufordern und mit der Prozessspezifikation abzugleichen. „Eisenarm“ ist keine allgemeingültige Reinheitsgarantie für jede keramische Masse, Glasur oder jeden Prozess mit kontrollierter Atmosphäre.

Industrieöfen und Wärmebehandlungsanlagen

Feuerleichtsteine können in geeigneten Glüh-, Anlass-, Spannungsarmglüh- und allgemeinen Wärmebehandlungsöfen verwendet werden. Ihre geringe Wärmespeicherung kann die Aufheiz- und Abkühlphasen verkürzen. Die endgültige Zyklusdauer hängt jedoch von der Charge, dem Heizsystem, der Regelung, der gesamten Auskleidung und dem erforderlichen metallurgischen Abkühlprofil ab. Prozesse, die eine gezielt langsame Abkühlung erfordern, müssen mit der notwendigen Isolierdicke und entsprechend programmierten Regelungen ausgelegt werden.

Industrieöfen benötigen in verschiedenen Zonen häufig unterschiedliche Materialien. Türlaibungen, Brennersteine, Herde, Stürze und tragende Bereiche können stärkeren mechanischen oder thermischen Belastungen ausgesetzt sein als Wände und Decken. Jeder Bereich ist separat auszulegen, statt ohne thermische und statische Beurteilung durchgehend dieselbe Feuerleichtsteinklasse einzusetzen.

Schmiedeöfen und Hartlötfeuerstellen

Eine leichte, isolierende Heißschicht kann dazu beitragen, dass eine Schmiedekammer ihre Arbeitstemperatur schnell erreicht und weniger Wärme an das Außengehäuse abgibt. Feuerleichtsteine sind vor wiederholtem Kontakt mit Metall, Werkzeugen, Flussmitteln und Brennstoff zu schützen. Boraxhaltige Flussmittel und geschmolzene Rückstände können poröse Feuerfestmaterialien angreifen, während eine direkte Brenneranströmung mit hoher Geschwindigkeit die weiche Oberfläche erodieren kann. Ein geeigneter dichter Boden, eine austauschbare Verschleißplatte oder eine kompatible Schutzschicht kann erforderlich sein.

Feuerleichtsteine sind keine tragenden Auflager für Ambosse, Werkstücke oder Brennereinheiten. Gehäuse und Feuerfestauskleidung müssen unabhängig abgestützt sein und sichere Abstände zu brennbaren Materialien gewährleisten.

Anwendungen mit Glas, Emaille und Schmelzen

Klasse 28 ist für berührungsfreie Bereiche von Glas- und Emailleöfen vorgesehen. „Berührungsfrei“ ist dabei entscheidend: Poröse Feuerleichtsteine sind grundsätzlich nicht zum Zurückhalten von Glasschmelze, Metallschmelze, Salzschmelze oder Schlacke bestimmt. Das Eindringen von Flüssigkeit kann chemischen Angriff, Verunreinigung, lokale Überhitzung oder strukturelle Schäden verursachen.

Bei allen Prozessen mit geschmolzenen Materialien müssen Schmelzlinie, Spritzbereich und mögliche Überlaufbedingungen festgelegt werden. An der exponierten Arbeitsfläche ist ein geeignetes dichtes oder spezielles Feuerfestmaterial einzusetzen. Feuerleichtsteine dürfen nur dort angeordnet werden, wo sie konstruktiv von der Schmelze getrennt bleiben.

Abgaszüge und Hochtemperatur-Gaswege

Ausgewählte Klassen können als Wärmedämmung in geeigneten industriellen Abgaszügen eingesetzt werden. Sie sind jedoch kein universeller Ersatz für zugelassene Schornstein-Innenrohre in Wohngebäuden. Abgastemperatur, Druck, chemische Zusammensetzung des Kondensats, Gasdichtheit, Rußbelastung, Reinigungsverfahren und gesetzliche Anforderungen müssen berücksichtigt werden.

Hohe Gasgeschwindigkeiten oder mitgeführte Partikel können eine exponierte Feuerleichtsteinoberfläche erodieren. Dient der Stein als Hinterisolierung, muss die Innenauskleidung durchgehend ausgeführt und mit dem Gasstrom verträglich sein. Installationen von Heizöfen und Kaminen in Wohngebäuden müssen den Anweisungen des Geräte- und Schornsteinsystemherstellers sowie den geltenden baurechtlichen Vorschriften entsprechen.

Auswahl des Feuerfestmörtels

Verwenden Sie einen Feuerfestmörtel, der mit der Steinklasse und der Betriebstemperatur kompatibel ist. Normaler Mauermörtel eignet sich nicht für Hochtemperatur-Feuerfestauskleidungen. Für Klasse 23 wird der weiße Feuerfestmörtel Silcas M empfohlen. Für die Klassen 26, 28 und 30 wird Vitset 45 empfohlen. Für Klasse 30 werden außerdem Vitset 80 oder Vitset 90 genannt, wenn der Fugenmörtel für Temperaturen bis 1860 °C ausgelegt sein muss.

Ein Mörtel mit einer höheren Temperaturbeständigkeit erhöht weder die Grenztemperatur des Steins von 1650 °C noch qualifiziert er die vollständige Auskleidung für die Temperaturklasse des Mörtels. Bereiten Sie die Steinoberflächen vor, mischen oder konditionieren Sie den Mörtel und stellen Sie die Fugen gemäß dem technischen Datenblatt des Mörtels her. Die Fugendicke wirkt sich unmittelbar auf Maßhaltigkeit, Wärmeverluste und Stabilität der Auskleidung aus. Verwenden Sie daher die vorgeschriebene Fuge und kein herkömmliches dickes Mörtelbett.

Schneiden und Formgebung

Aufgrund ihrer porösen Struktur lassen sich Feuerleichtsteine wesentlich leichter sägen und bearbeiten als dichte Schamottesteine. Messen Sie jedes Teil sorgfältig aus und stützen Sie den Stein nahe der Schnittlinie ab, damit dünne Abschnitte nicht abbrechen. Verwenden Sie eine geeignete Stein- oder Feuerfestsäge und üben Sie keinen übermäßigen Druck auf das Sägeblatt aus.

Beim Schneiden entsteht alveolengängiger Staub. Arbeiten Sie, soweit zulässig, mit einer geeigneten Absaugung oder Staubunterdrückung und tragen Sie den in den aktuellen Sicherheitsinformationen vorgeschriebenen Atem-, Augen-, Hand- und Hautschutz. Verwenden Sie keine Druckluft, um Staub von Kleidung oder Arbeitsbereichen zu entfernen. Beschädigte oder stark ausgebrochene Steine dürfen nicht eingebaut werden, wenn dadurch die durchgehende Fugenausbildung oder die Auskleidungsdicke beeinträchtigt wird.

Ermittlung des Steinbedarfs

Alle vier Klassen haben dieselben Nennmaße, sodass die grundlegende Mengenermittlung identisch ist. Die folgenden Werte berücksichtigen weder Mörtelfugen noch Zuschnitte, Öffnungen, Bögen oder Verschnitt:

Nennstärke der AuskleidungSichtbare SteinflächeTheoretischer Bedarf pro m²
76 mm230 × 114 mmCa. 38,1 Steine
114 mm230 × 76 mmCa. 57,2 Steine
230 mm114 × 76 mmCa. 115,4 Steine

Planen Sie einen der Geometrie und Ausführungsqualität entsprechenden Zuschlag ein. Gerade rechteckige Wände verursachen möglicherweise nur wenig Verschnitt, während Bögen, Brenneröffnungen, komplexe Anschlüsse und Reparaturen deutlich mehr Material erfordern können. Eine abschließende Materialliste sollte Mörtel, Dehnungszugaben, Hinterisolierung, Verankerungen und mögliche Schutzmaterialien für die Arbeitsseite enthalten.

Einbau und Wärmeausdehnung

Planen Sie die Auskleidung so, dass unnötig kleine Zuschnitte und durchgehende Fugen über mehrere Schichten vermieden werden. Halten Sie die Lagerflächen sauber und verwenden Sie nur die für die vorgegebene Fugenausführung erforderliche Mörtelmenge. Poröse Feuerleichtsteine dürfen nicht gewässert werden, sofern der Mörtelhersteller nicht ausdrücklich eine bestimmte Oberflächenbehandlung verlangt. Zu viel Wasser kann die Trocknung verlängern und die Haftungsentwicklung beeinträchtigen.

Feuerfestauskleidungen dehnen sich während des Betriebs aus und ziehen sich wieder zusammen. Dehnungsfugen, Bögen, Decken, Türöffnungen und Übergänge zu Stahlbauteilen erfordern projektspezifische Detaillösungen. Eine Feuerleichtsteinauskleidung darf nicht ohne die vorgeschriebene Dehnungszugabe starr zwischen Bauteilen eingespannt werden. Große Industrieauskleidungen sollten von einer qualifizierten Fachkraft für Feuerfesttechnik ausgelegt oder geprüft werden.

Trocknung und Inbetriebnahme

Neues Mauerwerk enthält Wasser aus dem Mörtel und aus den Baustellenbedingungen. Lassen Sie die Auskleidung über den für den gewählten Versetzmörtel vorgeschriebenen Zeitraum natürlich trocknen und befolgen Sie anschließend den festgelegten Aufheizplan. Wird eine feuchte Auskleidung sofort der vollen Prozesstemperatur ausgesetzt, kann Dampfdruck entstehen, der Fugen beschädigt und Steine oder angrenzende Feuerfestmaterialien reißen lässt.

Bei der ersten Aufheizung müssen Auskleidungsdicke, Mörtelart, Ofenvolumen, Belüftung und alle zusammen mit den Feuerleichtsteinen verwendeten dichten oder gegossenen Schichten berücksichtigt werden. Aus der maximalen Anwendungstemperatur des Steins darf kein Aufheizplan abgeleitet werden. Dieser Wert enthält keine Aussage über die zulässige Temperaturanstiegsgeschwindigkeit einer neu errichteten Auskleidung.

Handhabung, Lagerung und Wartung

  • Steine trocken, überdacht und geschützt vor stehendem Wasser oder Verunreinigungen aus dem Boden lagern.
  • Vorsichtig handhaben; Kanten und Ecken werden leichter beschädigt als bei dichten Feuerfeststeinen.
  • Keine instabilen Stapel bilden und einzelne Feuerleichtsteine nicht als provisorische Stützen oder Arbeitsplattformen verwenden.
  • Heißseitige Oberflächen auf Erosion, offene Fugen, Risse, chemischen Angriff und lose Bereiche prüfen.
  • Ungewöhnlich hohe Gehäusetemperaturen untersuchen, da sie auf beschädigte Fugen, fehlende Dämmung oder Schäden hinter der sichtbaren Oberfläche hindeuten können.
  • Beschädigte Steine durch dieselbe bestätigte Klasse oder einen technisch gleichwertigen Ersatz austauschen und dabei kompatiblen Mörtel sowie geeignete Inbetriebnahmeverfahren verwenden.

Wichtige Einschränkungen

  • Feuerleichtsteine sind feuerfeste Hochtemperatur-Dämmstoffe und keine universellen Dämmstoffe für Hohlwände oder Gebäudehüllen im normalen Temperaturbereich.
  • Sie eignen sich nicht automatisch für Kaminherde, Ofenböden, tragende Pfeiler oder andere stark beanspruchte Flächen.
  • Die Temperaturklasse eines Steins gibt nicht an, wie lange eine daraus errichtete Wand, ein Boden oder ein Gehäuse einem Brand widersteht.
  • Poröse Feuerleichtsteine dürfen nicht direkt Metallschmelze, Glasschmelze, Salzschmelze oder Schlacke ausgesetzt werden, sofern die konkrete Auslegung und die Materialdaten dies nicht ausdrücklich zulassen.
  • Energieeinsparungen hängen von der gesamten Auskleidungsdicke, den Fugen, dem Betriebszyklus und dem Anlagenzustand ab; aus dem Stein allein lässt sich keine feste Einsparung ableiten.
  • Der Einsatz im Freien sowie unter nassen, sauren oder chemisch aggressiven Bedingungen muss gesondert geprüft werden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Feuerleichtstein?

Ein Feuerleichtstein ist ein leichter, poröser Feuerfeststein, der hohen Temperaturen widersteht und gleichzeitig den Wärmestrom sowie die in der Auskleidung gespeicherte Wärmemenge reduziert. Er kann in einer kompatiblen Feuerfestkonstruktion als mechanisch wenig beanspruchte Heißschicht oder als Hinterisolierung eingesetzt werden.

Welche Feuerleichtsteinklassen sind erhältlich?

Für die Klassen 23, 26, 28 und 30 gelten Höchsttemperaturen von 1260 °C, 1430 °C, 1530 °C beziehungsweise 1650 °C.

Haben alle vier Klassen dieselben Abmessungen?

Ja. Jede Klasse hat die Nennmaße 230 × 114 × 76 mm. Temperaturklasse, Rohdichte und Anwendungsbereich unterscheiden sich jedoch.

Sollte immer die höchste Klasse gewählt werden?

Nein. Wählen Sie die Klasse anhand der berechneten Temperatur, der Sicherheitsreserve, der Atmosphäre, der mechanischen Beanspruchung und der Position innerhalb der Auskleidung. Eine höhere Klasse ist möglicherweise nicht erforderlich, wenn eine niedrigere Klasse die vollständige Spezifikation erfüllt.

Worin unterscheiden sich Feuerleichtsteine und dichte Feuerfeststeine?

Feuerleichtsteine sind leichter, übertragen weniger Wärme und speichern weniger thermische Energie, besitzen jedoch eine geringere mechanische Festigkeit und Abriebbeständigkeit. Dichte Feuerfeststeine sind schwerer und fester und speichern mehr Wärme. Dadurch eignen sie sich besser für viele Böden, Herde und Verschleißflächen.

Können Feuerleichtsteine die Heißschicht bilden?

Ja, in geeigneten, mechanisch wenig beanspruchten Brennöfen, Schmiedeöfen und Wärmebehandlungsöfen, sofern Temperatur, Atmosphäre, Abrieb und Belastung innerhalb der Produkt- und Auslegungsgrenzen bleiben. Sie eignen sich nicht für jede Arbeitsflächenbeanspruchung.

Können die Steine als Hinterisolierung verwendet werden?

Ja. Sie können hinter einer kompatiblen dichten Feuerfestauskleidung in Industrieöfen, Brennöfen, Behältern, Regeneratoren und anderen Anlagen eingebaut werden, sofern die berechnete Grenzflächentemperatur innerhalb der gewählten Feuerleichtsteinklasse bleibt.

Wie wird die Feuerleichtsteinklasse für einen Töpferofen ausgewählt?

Die Auswahl hängt vom maximalen Brennprogramm, der Temperatur der Heizelemente oder Brenner, der Ofenatmosphäre und dem Aufbau der Auskleidung ab. Klasse 23 kann für niedrigere Betriebstemperaturen geeignet sein, während die Klassen 26, 28 und 30 stufenweise höhere Anwendungsgrenzen bieten.

Welche Klasse hat einen niedrigen Eisengehalt?

Klasse 28 wird ausdrücklich als eisenarmes Produkt für keramische Brennöfen beschrieben. Wenn Verunreinigungsgrenzwerte kritisch sind, ist die aktuelle chemische Analyse anzufordern.

Können Feuerleichtsteine in einem Schmiedeofen verwendet werden?

Ja, ausgewählte Klassen sind für geeignete Schmiedeofenauskleidungen vorgesehen. Schützen Sie die poröse Oberfläche vor Werkzeugstößen, Abrieb durch Werkstücke, korrosiven Flussmitteln und konzentrierter Brenneranströmung. Verwenden Sie bei Bedarf ein festeres Herdmaterial.

Sind Feuerleichtsteine für den Kontakt mit Metallschmelze oder Glasschmelze geeignet?

Im Allgemeinen nicht. Klasse 28 ist ausdrücklich für berührungsfreie Bereiche von Glas- und Emailleöfen vorgesehen. Überall dort, wo geschmolzenes Material, Schlacke oder Überlauf die Auskleidung erreichen kann, ist ein geeignetes dichtes oder spezielles Feuerfestmaterial zu verwenden.

Können Feuerleichtsteine als gewöhnliche Gebäudedämmung verwendet werden?

Nein. Es handelt sich um spezielle Feuerfestprodukte für Hochtemperaturanlagen und nicht um einen Ersatz für zugelassene Wärmedämmstoffe in Wänden, Dächern oder Böden von Wohngebäuden.

Welcher Mörtel sollte für Klasse 23 verwendet werden?

Der weiße Feuerfestmörtel Silcas M ist der empfohlene Versetzmörtel für Klasse 23 und weist eine angegebene Temperaturbeständigkeit von 1260 °C auf.

Welcher Mörtel sollte für die Klassen 26, 28 und 30 verwendet werden?

Für diese Klassen wird Vitset 45 empfohlen. In der Dokumentation zu Klasse 30 werden außerdem Vitset 80 oder Vitset 90 genannt, wenn eine höhere Temperaturbeständigkeit des Mörtels erforderlich ist. Diese Mörtel erhöhen jedoch nicht die Grenztemperatur des Steins von 1650 °C.

Können Feuerleichtsteine zugeschnitten werden?

Ja. Aufgrund ihrer geringen Dichte lassen sie sich einfach sägen und bearbeiten. Stützen Sie das Werkstück ab, behandeln Sie zugeschnittene Abschnitte vorsichtig und kontrollieren Sie den Feuerfeststaub durch eine geeignete Absaugung und persönliche Schutzausrüstung.

Wie viele Steine werden pro Quadratmeter benötigt?

Ohne Fugen und Verschnitt werden etwa 38,1 Steine pro 1 m² benötigt, wenn die Fläche 230 × 114 mm sichtbar ist, oder etwa 57,2 Steine, wenn die Fläche 230 × 76 mm sichtbar ist. Planen Sie einen Zuschlag für Fugen, Zuschnitte und die Einbaugeometrie ein.

Sparen Feuerleichtsteine Energie?

Ihre geringe Wärmeleitfähigkeit und thermische Masse können Wärmeverluste und die von der Auskleidung aufgenommene Energie reduzieren. Die tatsächliche Einsparung hängt vom vollständigen Aufbau, der Betriebstemperatur, dem Brennzyklus, den Fugen, Türen und dem Anlagenzustand ab.

Sind Feuerleichtsteine tragfähig?

Sie dürfen nicht als allgemeines tragendes Mauerwerk oder für hohe Lasten behandelt werden. Lasten aus Decken, Bögen und Auskleidungen sind separat zu bewerten, und die gemäß der Feuerfestplanung erforderliche Abstützung ist vorzusehen.

Können Feuerleichtsteine für einen Herd oder Ofenboden verwendet werden?

Als exponierte Bodenfläche sind sie im Allgemeinen ungeeignet, wenn Abrieb, Punktlasten oder wiederholte Stöße auftreten. Stattdessen können sie als technisch ausgelegte Isolierschicht unter einer festeren, dichten Feuerfest-Arbeitsfläche eingebaut werden.

Gilt die maximale Anwendungstemperatur für die gesamte Auskleidung?

Nein. Sie gilt für den ausgewählten Stein. Mörtel, Arbeitsauskleidung, Fugen, Verankerungen, Dämmung und Gehäuse müssen separat bewertet werden. Die vollständige Konstruktion muss innerhalb des jeweils niedrigsten geltenden Grenzwerts bleiben.

Wie sollte eine neue Feuerleichtsteinauskleidung erstmals aufgeheizt werden?

Lassen Sie Mörtel und Auskleidung trocknen und verwenden Sie anschließend den für den Mörtel und die vollständige Anlage vorgeschriebenen kontrollierten Inbetriebnahmeplan. Eine feuchte Auskleidung darf nicht direkt auf die volle Betriebstemperatur aufgeheizt werden.