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Rohrgewindedichtmittel

Rohrgewindedichtmittel aus Metall für Wasser, Gas, Heizung und Druckluft

Rohrgewindedichtmittel dichten den spiralförmigen Leckageweg zwischen kompatiblen Außen- und Innengewinden aus Metall ab. Diese Kategorie umfasst zwei unterschiedliche Produkte. Die VITCAS Rohrgewindedichtpaste ist eine gebrauchsfertige, nicht aushärtende Paste im 400-g-Gebinde, die für Warm- und Kaltwasser, Erdgas, Flüssiggas in der Gasphase und Niederdruckdampf mit veröffentlichten Grenzwerten von 7 bar und 200 °C angegeben ist. Sie bleibt plastisch und schmiert die Gewinde, um die Montage und spätere Demontage zu erleichtern. Flüssiges PTFE ist ein anaerobes Gel auf Methacrylatbasis im 50-ml-Gebinde für eng anliegende Metallgewinde und Spalte bis 0,3 mm. Es sorgt zunächst für eine Niederdruckabdichtung, härtet anschließend unter Luftabschluss zwischen Metallflächen aus und ist bis 150 °C ausgelegt. Bei der Auswahl müssen das flüssige oder gasförmige Medium, die Druck-Temperatur-Kombination, die Gewindeform, der Rohrwerkstoff, die erforderlichen Zulassungen und die Aushärtungsbedingungen berücksichtigt werden. Ohne ausdrückliche aktuelle technische Freigabe darf keines der Produkte als geeignet für Kunststoffrohre, Sauerstoffanwendungen, Trinkwasser, Kältemittel oder aggressive Chemikalien betrachtet werden. Arbeiten an Gasanlagen und die abschließende Dichtheitsprüfung müssen von einer entsprechend qualifizierten Person ausgeführt werden.

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    Vitcas® Dichtpaste für Gewindeverbindungen / Rohrgewinde-Dichtmittel ist eine nicht härtende Dichtmasse für Gewindeverbindungen in Rohrleitungssystemen. Es verhindert zuverlässig Leckagen in Gas- und Wasserleitungen und erleichtert die Montage durch eine gleitfördernde Wirkung. Erfüllt die Normen DIN EN 751-2:1997 und EN 6956 Teil 5:1992.

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    Vitcas® Liquid PTFE ist ein anaerobes, Einkomponenten-Dichtmittel, das zum Abdichten von metallischen Schraubverbindungen in Niederdruckanlagen verwendet wird. Das Produkt härtet spontan und schnell unter anaeroben Bedingungen aus, wenn es zwischen metallischen Oberflächen eingeschlossen wird.

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Auswahl eines Rohrgewindedichtmittels für Metallgewindeverbindungen

Ein Rohrgewindedichtmittel füllt die mikroskopisch kleinen Zwischenräume und den spiralförmigen Leckageweg, die nach dem Festziehen von Metallinnen- und -außengewinden verbleiben. Es unterstützt die mechanische Verbindung, repariert jedoch keine gerissenen Fittings, stellt fehlerhaft geschnittene Gewinde nicht wieder her und gleicht keine ungeeignete Gewindekombination aus. Für eine zuverlässige Auswahl müssen das geförderte Medium, der maximale Druck, die Betriebs- und kurzzeitig auftretenden Temperaturen, die Gewindeform, der Werkstoff des Fittings, die Rohrgröße, die Aushärtungsbedingungen und die erforderlichen Zulassungen geprüft werden.

Die beiden Produkte dieser Kategorie basieren auf unterschiedlichen Dichtmechanismen. Die weiße Rohrgewindedichtpaste bleibt nicht aushärtend und plastisch. Flüssiges PTFE ist ein anaerobes Methacrylatharz, das polymerisiert, sobald es zwischen eng anliegenden Metallflächen eingeschlossen und von Luft abgeschlossen ist. Die Produkte dürfen nicht allein deshalb als austauschbar betrachtet werden, weil beide auf Rohrgewinde aufgetragen werden.

Produktvergleich

EigenschaftVITCAS RohrgewindedichtpasteAnaerobes Flüssig-PTFE-Gewindedichtmittel
Produktform400 g gebrauchsfertige cremefarbene oder beige Paste50 ml gebrauchsfertiges hellblaues Gel
DichtmechanismusNicht aushärtende Dichtmasse, die Gewindespalte füllt und plastisch bleibtAnaerobes Harz, das unter Luftabschluss zwischen eng anliegenden Metallflächen aushärtet
Angegebene TemperaturBis 200 °CBis 150 °C
Angegebener DruckBis 7 barEine sofortige Niederdruckabdichtung wird angegeben, auf der Produktseite ist jedoch kein numerischer endgültiger Druckgrenzwert veröffentlicht
Angegebene MedienErdgas, Flüssiggas in der Gasphase, Niederdruckdampf sowie Warm- und KaltwasserWarm- und Kaltwasser, Gas und Druckluft
Verbindung und UntergrundRohrgewindeverbindungen aus Metall; als nicht korrosiv gegenüber Aluminium, Messing, Kupfer, kohlenstoffarmem Stahl und Zink aufgeführtEng anliegende Metallgewindeverbindungen mit Spalten bis 0,3 mm
Angegebene NormenDas Produkt gibt Konformität mit BS EN 751-2:1997 und BS 6956-5:1992 anDas Produkt verweist auf Metallprüfungen gemäß ISO 10964; auf der Produktseite wird keine Konformität mit BS EN 751-1 angegeben
DemontageDie nicht aushärtende Beschaffenheit erleichtert das Nachjustieren und DemontierenDie geringe mechanische Festigkeit nach der Aushärtung soll die Demontage mit herkömmlichem Handwerkzeug ermöglichen

Nicht aushärtende Rohrgewindedichtpaste

Die weiße Dichtmasse wird als plastische Dichtpaste auf kompatiblen verschraubten Metallrohrleitungen verwendet. Sie füllt örtliche Unebenheiten des Gewindes und schmiert die Verbindung beim Festziehen, wodurch Fressen und Festsetzen reduziert werden können. Da sie nicht zu einem starren Polymer aushärtet, lässt sich die Verbindung bei Wartungsarbeiten im Allgemeinen leichter nachjustieren oder demontieren.

Auf der Produktseite sind Erdgas, Flüssiggas, Niederdruckdampf sowie Warm- und Kaltwasser aufgeführt; die Höchstwerte betragen 7 bar und 200 °C. Es darf nicht davon ausgegangen werden, dass beide Höchstwerte bei jedem Medium gleichzeitig gelten. Der zulässige Druck-Temperatur-Bereich kann bei einer bestimmten Gas-, Wasser- oder Dampfanwendung niedriger sein. Vor der Spezifikation sind die aktuellen technischen Daten einzuholen und die genauen Betriebsbedingungen zu prüfen.

Anaerobes Flüssig-PTFE-Gewindedichtmittel

Flüssiges PTFE wird als einkomponentiges anaerobes Dichtmittel auf Methacrylatharzbasis beschrieben. An der Luft bleibt es flüssig, härtet jedoch aus, sobald es zwischen eng anliegenden Metallgewinden eingeschlossen ist. Das Produkt ist für Gewindespalte bis 0,3 mm angegeben und härtet bei etwa 20–25 °C am besten aus. Niedrigere Temperaturen, passive Metalle und größere Spalte können die Polymerisation verzögern.

Die angegebene sofortige Niederdruckabdichtung ist eine anfängliche Dichteigenschaft. Sie ist weder ein Nachweis für die vollständige Aushärtung noch eine Freigabe, den endgültigen Systemdruck sofort aufzubringen. Bei der Installation müssen die dokumentierte Handfestigkeitszeit, die vollständige Aushärtungszeit und der Zeitplan für die Druckprüfung eingehalten werden. Diese Werte werden derzeit nicht auf der Produktseite angezeigt und sollten dem neuesten technischen Datenblatt entnommen werden.

Trotz der Produktbezeichnung handelt es sich bei flüssigem PTFE nicht einfach um PTFE-Dichtband in flüssiger Form. Es ist ein aushärtendes anaerobes Harz und benötigt zwei geeignete Metallflächen, einen engen Gewindeeingriff und geeignete Aushärtungsbedingungen.

Geeignete Verbindungsarten

Beide Produkte sind für Metallgewindeverbindungen bestimmt. Es ist zu prüfen, ob Außen- und Innengewinde mechanisch kompatibel und zur Herstellung der vorgesehenen Verbindung geeignet sind. Ein Dichtmittel kann eine ungeeignete Kombination aus zylindrischem und kegeligem Gewinde nicht zulässig machen, ein schräg angesetztes Gewinde nicht korrigieren und ein übermäßig festgezogenes Fitting nicht wiederherstellen.

Diese Dichtmassen dürfen nicht allgemein als Ersatz für Folgendes verwendet werden:

  • Klemmringe oder Schneidringe;
  • Flachdichtungen für Flansche;
  • O-Ringe und Elastomerdichtungen;
  • Steckverbinder für Rohre;
  • mit Lösungsmittel oder durch Verschmelzen verschweißte Kunststoffrohre;
  • gelötete, hartgelötete oder verpresste Verbindungen;
  • beschädigte Fittings, die ausgetauscht werden müssen.

Wenn ein Fitting einen Gewindeabschnitt mit einem weiteren Dichtelement kombiniert, muss festgestellt werden, welche Fläche die Abdichtung herstellen soll. Das Auftragen der Dichtmasse auf den falschen Bereich kann die Montage behindern oder das System verunreinigen, ohne die Dichtheit zu verbessern.

Verträglichkeit mit Metall und Kunststoff

Die weiße Rohrgewindedichtpaste ist als nicht korrosiv gegenüber Aluminium, Messing, Kupfer, kohlenstoffarmem Stahl und Zink aufgeführt. Flüssiges PTFE ist für Metallgewinde vorgesehen. Die Aushärtungsgeschwindigkeit anaerober Dichtmittel kann zwischen aktiven Metallen, passiven Metallen wie Edelstahl sowie beschichteten oder galvanisierten Oberflächen variieren. Wenn eine schnelle Aushärtung entscheidend ist, muss geprüft werden, ob ein Aktivator erforderlich ist.

Keines der Produkte darf auf Kunststoffgewinde aufgetragen werden, sofern nicht der genaue Kunststoff, die Verbindungskonstruktion und das Dichtmittel gemeinsam freigegeben wurden. Einige Gewindedichtmittel können bei Thermoplasten Spannungsrisse verursachen. Durch ihre Schmierwirkung kann außerdem ein Innengewinde-Fitting aus Kunststoff leichter übermäßig festgezogen und gesprengt werden. Ein für Metallgewinde vorgesehenes Produkt ist nicht automatisch mit PVC, CPVC, ABS, Nylon, Polypropylen oder Verbundwerkstoff-Fittings verträglich.

Wasser- und Heizungsanlagen

Die weiße Dichtmasse ist für Warm- und Kaltwasser aufgeführt und wird mit BS EN 751-2 und BS 6956-5 in Verbindung gebracht. Der Anwendungsbereich dieser Normen umfasst bestimmte metallische Gewindeverbindungen für Heizungswasser und im Fall von BS 6956-5 festgelegte Anwendungen mit Wasser und gesättigtem Niederdruckdampf. Daraus allein ergibt sich keine Zulassung für Trinkwasser.

Wenn Wasser für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist, muss für das konkrete Produkt ein aktueller Nachweis der erforderlichen Trinkwasserzulassung oder behördlichen Freigabe eingeholt werden. Die Bezeichnung „ungiftig“ und eine allgemeine Eignung für Wasser ersetzen weder eine WRAS-Anerkennung noch eine andere Zulassung, die von der zuständigen Behörde, Spezifikation oder Rechtsordnung vorgeschrieben ist.

Bei geschlossenen Zentralheizungskreisläufen ist die Verträglichkeit mit Korrosionsinhibitoren, glykolhaltigem Frostschutz, Reinigungschemikalien und anderen Wasseraufbereitungsprodukten zu prüfen. Eine allgemeine Angabe zur Eignung für Wasser stellt keine vollständige chemische Verträglichkeitstabelle dar.

Erdgas und Flüssiggas

Die weiße Rohrgewindedichtpaste gibt Konformität mit BS EN 751-2:1997 an. Diese Norm gilt für nicht aushärtende Dichtmittel für metallische Gewindeverbindungen, die mit Gasen der ersten, zweiten und dritten Gasfamilie in Kontakt kommen. Flüssiggas ist dabei in der Gasphase und nicht in flüssiger Form erfasst. Das Produkt führt zudem Erdgas und Flüssiggas als Anwendungsbereiche auf.

Arbeiten an Gasanlagen müssen von einer Person ausgeführt und geprüft werden, die für die jeweilige Installation und Gasart gesetzlich qualifiziert ist. In britischen Wohngebäuden bedeutet dies im Allgemeinen einen bei Gas Safe registrierten Fachbetrieb mit der entsprechenden Qualifikationskategorie. Der Fachbetrieb muss bestätigen, dass Produkt, Gewinde, Rohrgröße und Druck im Geltungsbereich der anwendbaren Norm und Installationsvorschriften liegen.

Auf der Produktseite des anaeroben Dichtmittels wird Gas erwähnt, jedoch keine Konformität mit BS EN 751-1 angegeben, der Norm speziell für anaerobe Dichtmittel bei festgelegten Gas- und Heizungswasseranwendungen. Aus der Aushärtungschemie oder einer Prüfung nach ISO 10964 darf keine Zertifizierung abgeleitet werden. Vor der Verwendung an regulierten Gasleitungen sind die erforderlichen Zulassungsunterlagen einzuholen.

Dampf, Druckluft und industrielle Flüssigkeiten

Niederdruckdampf ist für die weiße Dichtmasse mit veröffentlichten Höchstwerten von 7 bar und 200 °C aufgeführt. Dampfdruck und Sättigungstemperatur sind miteinander verknüpft. Daher müssen die tatsächlich zulässigen Betriebsbedingungen geprüft werden, statt Druck und Temperatur unabhängig voneinander auszuwählen. Es ist festzustellen, ob gesättigter Dampf, Nassdampf oder überhitzter Dampf vorliegt; der freigegebene Betriebsbereich des Produkts ist einzuhalten.

Druckluft ist als Anwendung für das anaerobe Dichtmittel aufgeführt. Druck, Temperatur, Kompressorschmierstoff, Kondensat und die erforderliche Luftqualität sind zu prüfen. Ohne ausdrückliche Zulassung darf keines der Produkte für Atemluft, medizinische Gase oder andere hochreine Gasanwendungen angeboten werden.

Die aktuelle Produktseite der weißen Dichtmasse enthält allgemeine Verweise auf Rohöl, Kraftstoffe, Hydraulikflüssigkeiten, Kältemittel, Lösungsmittel sowie Anlagen der chemischen Verarbeitung und Energieerzeugung. Diese Anwendungen erfordern medienspezifische Verträglichkeits- und Druck-Temperatur-Daten, die auf der Seite nicht veröffentlicht sind. Ohne schriftliche technische Bestätigung darf keine Eignung dafür angenommen werden.

Sauerstoff und andere oxidierende Gase

Keines der Produkte darf in sauerstoffangereicherten Anwendungen eingesetzt werden, sofern für das konkrete Produkt keine dokumentierte Sauerstoffverträglichkeit bei dem erforderlichen Druck und Reinheitsstandard vorliegt. Öle, Fette und viele organische Dichtmittel können in Sauerstoffsystemen eine erhebliche Entzündungsgefahr darstellen. Medizinischer Sauerstoff, industrieller Sauerstoff und andere oxidierende Gase erfordern zugelassene Materialien sowie spezielle Reinigungs- und Montageverfahren.

Normen und ihre Aussagekraft

Für die Rohrgewindedichtpaste wird Konformität mit BS EN 751-2:1997 und BS 6956-5:1992 angegeben. BS EN 751-2 behandelt nicht aushärtende Dichtmittel für metallische Gewindeverbindungen, die mit festgelegten Gasfamilien und Warmwasser in Heizungsanlagen in Kontakt kommen. BS 6956-5 behandelt Dichtmittel für festgelegte Anwendungen mit Wasser, gesättigtem Niederdruckdampf sowie Gasen der ersten und zweiten Gasfamilie, einschließlich definierter Bedingungen für Druck, Temperatur, Rohrgröße und Gewinde.

Eine Normenangabe muss zusammen mit ihrer Klassifizierung, ihrem Geltungsbereich und den Herstelleranweisungen gelesen werden. Sie bedeutet nicht, dass die Dichtmasse für jedes Gas, jede Wasseranwendung, alle Gewindegrößen oder beliebige Industriechemikalien geeignet ist. Bei regulierten Projekten sollte das aktuelle Produktzertifikat oder die Konformitätserklärung aufbewahrt werden, statt sich ausschließlich auf die Kategoriebeschreibung zu verlassen.

Das anaerobe Produkt verweist auf ISO 10964. Diese Prüfung vergleicht das Drehmoment, das zum Lösen anaerober Klebstoffe an Gewindebefestigungen erforderlich ist. Sie ist für die Beurteilung des Sicherungs- oder Demontageverhaltens hilfreich, stellt jedoch weder eine Rohrdruckzulassung noch ein Gaszertifikat oder eine Norm zur chemischen Verträglichkeit dar.

Vorbereitung der Gewinde

  1. Die Anlage gemäß dem für das geförderte Medium vorgeschriebenen Verfahren absperren, drucklos machen, entleeren und sichern.
  2. Prüfen, ob beide Fittings aus Metall bestehen, korrekt aufeinander abgestimmt sind und innerhalb des zulässigen Größen- und Einsatzbereichs des Dichtmittels liegen.
  3. Altes Dichtmaterial entfernen, ohne das Gewindeprofil zu beschädigen.
  4. Öl, Fett, Ablagerungen, Korrosion, Späne, Staub und andere Verunreinigungen beseitigen.
  5. Auf Grate, Risse, Verformungen, schräg angesetzte Gewinde und übermäßigen Verschleiß prüfen. Defekte Fittings austauschen.
  6. Reinigungsmittel vollständig verdunsten lassen, bevor ein anaerobes Dichtmittel aufgetragen wird.

Eine sorgfältige Vorbereitung ist unerlässlich. Eine größere Menge Dichtmasse kann einen unzureichenden Gewindeeingriff oder mechanische Beschädigungen nicht ausgleichen. Die Reinigungsmittel müssen ihrerseits mit den Rohrleitungen und der vorgesehenen Anwendung verträglich sein.

Auftragen der VITCAS Rohrgewindedichtpaste

  1. Die Paste im Lieferzustand verwenden, sofern die aktuellen Anweisungen nicht ausdrücklich ein Umrühren verlangen.
  2. Eine gleichmäßige Schicht rund um das saubere Außengewinde auftragen.
  3. Übermäßiges Material vom ersten Gewindegang und von der Rohrbohrung fernhalten, um ein Austreten in den Rohrinnenraum zu verringern.
  4. Das Gegenstück montieren und mit den richtigen Werkzeugen sowie gemäß den Vorgaben zu Drehmoment oder Einschraubtiefe festziehen.
  5. Überschüssiges Material außen entfernen und die Verbindung prüfen.
  6. Vor der Inbetriebnahme eine für das System geeignete Dichtheitsprüfung durchführen.

Keine Lösungsmittel, Öle oder anderen Dichtmittel hinzufügen, um die Konsistenz zu verändern. Wenn Fasern, Hanf oder PTFE-Dichtband als zusätzliches Material vorgesehen sind, muss ausdrücklich bestätigt werden, dass diese Kombination zulässig ist. Die Kombination ungeprüfter Dichtsysteme kann das Montagedrehmoment verändern und Zulassungen ungültig machen.

Auftragen des anaeroben Flüssig-PTFE-Gewindedichtmittels

  1. Beide Metallgewinde reinigen und entfetten und anschließend trocknen lassen.
  2. Eine durchgehende Menge rund um das Außengewinde auftragen und dabei unkontrollierten Überschuss im Rohrinneren vermeiden.
  3. Die Verbindung zügig montieren, damit das Dichtmittel im Gewindespalt eingeschlossen wird.
  4. Die Verbindung bis zur erforderlichen Ausrichtung und Einschraubtiefe festziehen.
  5. Die für die Metalle, die Spaltgröße und die Umgebungstemperatur geltenden Handfestigkeits- und vollständigen Aushärtungszeiten einhalten.
  6. Die vorgeschriebene Druckprüfung erst durchführen, wenn die Verbindung die erforderliche Dichtwirkung erreicht hat.

Außerhalb der Verbindung verbleibendes Dichtmittel ist weiterhin der Luft ausgesetzt und kann flüssig bleiben. Dies weist nicht zwangsläufig auf ein Versagen des zwischen den Metallgewinden eingeschlossenen Materials hin. Oberflächenrückstände sicher abwischen. Wird die Verbindung nach der Aushärtung gelöst, muss sie demontiert, das Gewinde gereinigt und vor der erneuten Montage frisches Material aufgetragen werden.

Druckprüfung und Inbetriebnahme

Jede fertiggestellte Verbindung muss der für die Installation vorgeschriebenen Leck- oder Dichtheitsprüfung unterzogen werden. Prüfmedium, Druck, Dauer und Abnahmekriterien hängen davon ab, ob das System Wasser, Gas, Dampf oder Druckluft enthält. Gaslecks dürfen niemals mit einer offenen Flamme gesucht werden.

Eine anfängliche Niederdruckabdichtung ist nicht mit einer vollständig ausgehärteten oder für den Betriebsdruck zugelassenen Verbindung gleichzusetzen. Bei der Prüfung dürfen die Druckgrenzen des Dichtmittels, des Fittings oder des Rohres nicht überschritten werden. Jeder Druckverlust muss untersucht werden; eine unter Betriebsdruck stehende Verbindung darf nicht nachgezogen werden. Nach einer Reparatur ist die vollständige vorgeschriebene Prüfung zu wiederholen.

Demontage und Wartung

Die nicht aushärtende Dichtmasse bleibt plastisch, während das ausgehärtete anaerobe Dichtmittel als ausreichend niedrigfest beschrieben wird, um eine Demontage mit herkömmlichem Handwerkzeug zu ermöglichen. Wie leicht sich eine Verbindung demontieren lässt, hängt dennoch von der Fittinggröße, Korrosion, dem Montagedrehmoment und der Betriebshistorie ab.

Sobald eine Verbindung bewegt oder gelöst wurde, darf nicht mehr auf die vorhandene Abdichtung vertraut werden. Die Fittings sind zu trennen, altes Material ist zu entfernen und die Gewinde sind zu prüfen und zu reinigen. Anschließend muss die Verbindung mit frischer, kompatibler Dichtmasse neu abgedichtet werden. Wiederholtes Nachjustieren kann den Gewindeeingriff beschädigen oder Verunreinigungen in das System einbringen.

Fehlerbehebung bei undichten Gewindeverbindungen

Festgestelltes ProblemMögliche UrsacheErforderliche Maßnahme
Leck unmittelbar nach der MontageUnzureichender Auftrag, nicht passende Gewinde, Verunreinigung, schlechter Gewindeeingriff oder beschädigtes FittingDie Verbindung absperren und demontieren; prüfen, reinigen und fachgerecht neu herstellen, statt außen Paste aufzutragen.
Anaerobes Dichtmittel härtet in der Verbindung nicht ausKunststoffbauteil, zu großer Spalt, niedrige Temperatur, passives Metall, Verunreinigung oder unzureichende AushärtungszeitEignung von Untergrund und Spalt prüfen und die technischen Daten zu Aushärtung oder Aktivatoranforderungen beachten.
Fitting reißt oder verformt sichÜbermäßiges Festziehen, inkompatible Gewindegeometrie oder empfindliches Kunststoff- oder MetallfittingDas Fitting austauschen und die Verbindungskonstruktion oder Montagemethode korrigieren.
Während des Betriebs entsteht ein LeckZu hoher Druck oder zu hohe Temperatur, Vibrationen, chemische Unverträglichkeit, Korrosion oder mechanische BewegungDas System sicher außer Betrieb nehmen und die Ursache ermitteln, bevor es neu abgedichtet wird.

Lagerung und sichere Handhabung

  • Vor der Verwendung das aktuelle Etikett, das technische Datenblatt und das Sicherheitsdatenblatt lesen.
  • Behälter bei Nichtgebrauch geschlossen halten und vor Verunreinigungen schützen.
  • Innerhalb des vom Hersteller angegebenen Temperaturbereichs und vor Wärme oder direkter Sonneneinstrahlung geschützt lagern.
  • Den für das Produkt und das Reinigungsmittel vorgeschriebenen Augen-, Haut- und Handschutz tragen.
  • Verhindern, dass Dichtmittel und Reinigungsrückstände in Abflüsse oder die fertige Rohrbohrung gelangen.
  • Nicht verwendetes Produkt, verunreinigte Tücher und leere Behälter gemäß den örtlichen Vorschriften entsorgen.

Häufig gestellte Fragen

Was bewirkt eine Rohrgewindedichtpaste?

Sie füllt die Zwischenräume und den spiralförmigen Leckageweg zwischen ineinandergreifenden Metallrohrgewinden und unterstützt die mechanisch verschraubte Verbindung dabei, für zugelassene Medien und Betriebsbedingungen eine wasser- oder gasdichte Abdichtung zu bilden.

Was ist der Unterschied zwischen Rohrgewindedichtpaste und flüssigem PTFE?

Die Rohrgewindedichtpaste bleibt nicht aushärtend und plastisch. Flüssiges PTFE ist ein anaerobes Gel auf Methacrylatbasis, das aushärtet, nachdem es unter Luftabschluss zwischen eng anliegenden Metallgewinden eingeschlossen wurde.

Welches Produkt hält der höheren Temperatur stand?

Die VITCAS Rohrgewindedichtpaste ist bis 200 °C angegeben. Das anaerobe Flüssig-PTFE-Produkt ist bis 150 °C angegeben. Die Temperatur allein reicht für die Auswahl nicht aus; Medium, Druck, Gewinde und Zulassung müssen ebenfalls geprüft werden.

Für welchen Druck ist die Rohrgewindedichtpaste ausgelegt?

Auf der Produktseite wird ein Höchstwert von 7 bar angegeben. Die zulässige Kombination aus Druck, Temperatur und Medium muss geprüft werden, da die Höchstwerte möglicherweise nicht bei jeder Anwendung gleichzeitig gelten.

Welche Druckbeständigkeit hat flüssiges PTFE?

Flüssiges PTFE sorgt für eine sofortige Niederdruckabdichtung, es wird jedoch kein numerischer endgültiger Druckgrenzwert veröffentlicht. Vor der Spezifikation oder Druckprüfung des Produkts sind die aktuellen technischen Daten einzuholen.

Können diese Dichtmittel auf Kunststoffgewinden verwendet werden?

Davon darf nicht ohne Weiteres ausgegangen werden. Beide Produkte werden für Metallgewindeverbindungen angeboten, und das anaerobe Produkt benötigt Metallflächen, um ordnungsgemäß auszuhärten. Einige Dichtmittel und Montagedrehmomente können thermoplastische Fittings beschädigen.

Ist die VITCAS Rohrgewindedichtpaste für Erdgasgewinde geeignet?

Das Produkt führt Erdgas auf und gibt Konformität mit BS EN 751-2:1997 an. Die konkrete Installation muss im Geltungsbereich der Norm, der Produktfreigabe und der gesetzlichen Vorschriften liegen und von einer entsprechend qualifizierten Person ausgeführt und geprüft werden.

Kann die Rohrgewindedichtpaste für Flüssiggas verwendet werden?

Das Produkt führt Flüssiggas auf, während BS EN 751-2 festgelegte Gase der dritten Gasfamilie mit Ausnahme von Flüssiggas in flüssiger Form abdeckt. Es muss bestätigt werden, dass es sich um eine Anwendung mit Flüssiggas in der Gasphase handelt und alle aktuellen Installationsanforderungen erfüllt werden.

Hat flüssiges PTFE eine Gaszulassung?

Auf der Produktseite wird Gas als Anwendungsbereich aufgeführt, eine Konformität mit BS EN 751-1 jedoch nicht angegeben. ISO 10964 betrifft die Drehmomentprüfung anaerober Klebstoffe und stellt keine Zulassung für Gasanwendungen dar. Vor dem Einsatz in regulierten Gasanlagen ist ein dokumentarischer Nachweis einzuholen.

Kann Rohrgewindedichtpaste für Trinkwasser verwendet werden?

Aus einer allgemeinen Angabe zur Eignung für Wasser oder zur Ungiftigkeit darf keine Trinkwasserzulassung abgeleitet werden. Es ist zu prüfen, ob eine aktuelle WRAS-Anerkennung oder die für das Projekt und die jeweilige Rechtsordnung erforderliche Trinkwasserzulassung vorliegt.

Kann die weiße Dichtmasse Dampfleitungen abdichten?

Sie ist für Niederdruckdampf bis zu den veröffentlichten Produktgrenzen aufgeführt. Vor der Verwendung müssen die zulässige Dampfart, das Druck-Temperatur-Verhältnis, die Rohrgröße und die Normklassifizierung geprüft werden.

Ist flüssiges PTFE dasselbe wie PTFE-Dichtband?

Nein. Es handelt sich um ein aushärtendes anaerobes Methacrylat-Dichtmittel, das als Gel aufgetragen wird. PTFE-Dichtband ist ein nicht aushärtender Streifen, der um ein Gewinde gewickelt wird und für den andere Produktanweisungen und Normen gelten.

Wie große Gewindespalte kann flüssiges PTFE abdichten?

Auf der Produktseite werden Spalte bis 0,3 mm angegeben. Dieser Grenzwert rechtfertigt nicht das Abdichten stark verschlissener, falsch aufeinander abgestimmter oder beschädigter Gewinde.

Wie schnell härtet ein anaerobes Gewindedichtmittel aus?

Die genauen Handfestigkeits- und vollständigen Aushärtungszeiten sind auf der aktuellen Seite nicht veröffentlicht. Die Aushärtung hängt von Metallart, Temperatur und Spalt ab; als bevorzugter Aushärtungsbereich werden etwa 20–25 °C angegeben.

Kann das System sofort unter Druck gesetzt werden?

Nur im Rahmen der dokumentierten Bedingungen für die anfängliche Abdichtung und Druckprüfung. Eine sofortige Niederdruckabdichtung bedeutet nicht, dass ein anaerobes Produkt vollständig ausgehärtet ist oder seine endgültige Leistung erreicht hat.

Wo sollte die Dichtmasse aufgetragen werden?

Sie wird gleichmäßig rund um das saubere Metallaußengewinde aufgetragen. Die Menge ist so zu dosieren, dass kein Überschuss in die Rohrbohrung gedrückt wird. Die Montage muss mit dem richtigen Gewindeeingriff und Festziehverfahren erfolgen.

Kann Dichtmasse außen aufgetragen werden, um ein vorhandenes Leck zu stoppen?

Nein. Das System muss abgesperrt und drucklos gemacht werden. Anschließend ist die undichte Verbindung zu demontieren, die Ursache zu ermitteln und das Gewinde zu reinigen und zu prüfen. Danach muss die Verbindung fachgerecht neu hergestellt und geprüft werden.

Kann Rohrgewindedichtpaste in Sauerstoffsystemen verwendet werden?

Nicht ohne ausdrückliche Zulassung für Sauerstoffanwendungen. Sauerstoffanlagen erfordern nachweislich kompatible Werkstoffe sowie spezielle Reinigungs- und Montageverfahren.

Können diese Produkte Öl-, Kraftstoff-, Kältemittel- oder Chemikalienleitungen abdichten?

Nur mit schriftlicher Bestätigung für das genaue Medium, dessen Konzentration sowie Druck und Temperatur. Die aktuellen Seiten enthalten keine umfassende Tabelle zur chemischen Verträglichkeit oder Kältemittelzulassung.

Kann eine abgedichtete Verbindung demontiert und wiederverwendet werden?

Die Fittings können demontiert werden, sofern sie weiterhin gebrauchsfähig sind; die alte Abdichtung darf jedoch nicht wiederverwendet werden. Das vorhandene Material ist zu entfernen, beide Gewinde sind zu prüfen und zu reinigen und vor der erneuten Montage und Prüfung ist frische, zugelassene Dichtmasse aufzutragen.

Wer sollte Rohrgewindedichtpaste an Gasleitungen verarbeiten?

Arbeiten an Gasanlagen müssen von einer Person ausgeführt werden, die gesetzlich für das jeweilige System qualifiziert ist. Für Arbeiten an häuslichen Gasanlagen im Vereinigten Königreich ist ein bei Gas Safe registrierter Fachbetrieb zu beauftragen, der für das betreffende Gerät, die Installation und die Gasart qualifiziert ist.