Free cookie consent management tool by TermsFeedAktualizacja preferencji plików cookie

System aus hitzebeständigem Feinputz und Kamin-Grundputz

Hitzebeständiger Feinputz und Kamin-Grundputz für Heizöfen und Kamine

Hitzebeständiger Feinputz und Kamin-Grundputz bilden ein mehrschichtiges Oberflächensystem für gemauerte oder mit Bauplatten ausgeführte Verkleidungen von Kamineinsätzen, Kaminkassetten und freistehenden Heizöfen. Auf geeignetem Ziegel-, Naturstein- oder Blockmauerwerk bildet FR Kamin-Grundputz eine bis 1400 °C hitzebeständige Basisschicht. Sie wird normalerweise mit mindestens 12 mm beziehungsweise im Bereich eines offenen Kamins mit 25 mm Schichtdicke aufgetragen. Nachdem der Grundputz vollständig getrocknet, vorschriftsmäßig erstmals aufgeheizt und mit unverdünntem PVA beschichtet wurde, wird HRP hitzebeständiger Feinputz in einer Schichtdicke von 3–6 mm aufgetragen. Dadurch entsteht eine glatte, bis 650 °C temperaturbeständige Oberfläche. Bei geeigneten Plattenkonstruktionen wird die HT Hochtemperatur-Feuerschutzplatte mit der rauen Seite als Putzträger montiert. Anschließend werden die Fugen verstärkt, PVA aufgetragen und die Oberfläche mit HRP fertiggestellt. Das Sortiment umfasst außerdem Glasfaser-Armierungsband und einen Rührquirl. HRP darf nicht direkt auf Ziegelmauerwerk oder herkömmlichen Gipsputz aufgetragen werden. Die Temperaturbeständigkeit des Grundputzes von 1400 °C bedeutet nicht, dass ein mit HRP versehenes System für eine Betriebstemperatur von 1400 °C geeignet ist.

  1. Heat Resistant Plaster - VITCAS HRP
    Bewertung:
    99%
    VITCAS Feurerfester Oberputz 650⁰C
    Ab 46,40 € 38,99 € Regular Price 61,87 € 51,99 €

    Hitzebeständiger Oberputz ist ein glatter Feinputz, der zuverlässigen Schutz vor hohen Temperaturen bis 650 °C bietet. Ideal geeignet für Bereiche rund um Kamineinsätze, sogenannte Wandkamine, Kassettengeräte sowie Wände neben Holzöfen und Herdanlagen, wo die Oberflächen starker Hitzeeinwirkung ausgesetzt sind.

    Mehr erfahren
  2. Fireplace Render VITCAS
    Bewertung:
    96%
    FR – Feuerfester Putz
    Ab 30,93 € 25,99 € Regular Price 46,40 € 38,99 €

    Feuerfester Putz ist ideal zum Verputzen von Kaminen und Öfen aus Ziegel, Stein, Beton oder Gasbeton. Diese Grundbeschichtung dient als Trägerschicht für den Vitcas Hitzebeständigen Oberputz. Sie ist temperaturbeständig bis 1400 °C.

    Mehr erfahren
  3. PVA Haftgrund
    Bewertung:
    95%
    PVA Haftgrund
    Sonderpreis 12,36 € 10,39 € Regular Price 18,55 € 15,59 €

    VITCAS PVA Haftgrund ist eine Emulsionsgrundierung, die in Kombination mit VITCAS Hitzeschutzprodukten verwendet werden sollte. Hochviskos, wasserbeständig und schnelltrocknend. Zur Anwendung auf Feuerplatten, Fliesen und Untergründen geeignet.

    Mehr erfahren
  4. Rührstab für Putz & Mörtel – Mischpaddel
    Bewertung:
    100%
    Rührstab für Putz & Mörtel – Mischpaddel
    Sonderpreis 9,27 € 7,79 € Regular Price 13,91 € 11,69 €

    Rührstab für Putz & Estrich – ideal für das Anmischen von VITCAS Ofenputz, Hitzebeständigem Estrich, Hitzebeständigem Putz und anderen VITCAS Trockenmischungen. Für den Einsatz mit Bohrmaschinen konzipiert, mischt er effizient Wasser mit Putzen und Mörteln.

    Mehr erfahren
  5. Hochtemperatur-Fugenband aus Fiberglas – Selbstklebend für Bauplatten
    Hochtemperatur-Fugenband aus Fiberglas – Selbstklebend für Bauplatten
    Sonderpreis 10,82 € 9,09 € Regular Price 15,46 € 12,99 €

    Selbstklebendes Glasfaser-Fugenband zur Verstärkung von Fugen und Ecken zwischen Hochtemperatur-Bauplatten. Ideal in Kombination mit Vitcas Hitzebeständigem Oberputz zum Einsatz bei Kaminen und Feuerstellen. Verhindert zuverlässig Rissbildung.

    Mehr erfahren
  6. HT Hochtemperatur-Bauplatte – Feuerfest & nicht brennbar
    Bewertung:
    93%
    HT Hochtemperatur-Bauplatte – Feuerfest & nicht brennbar
    Sonderpreis 46,40 € 38,99 € Regular Price 61,87 € 51,99 €

    VITCAS Hochtemperatur-Bauplatte ist eine nicht brennbare, feuerfeste Platte ohne Gipsanteil. Sie kann in Kombination mit Vitcas Hitzebeständigem Putz verwendet werden – insbesondere in Bereichen, in denen Vitcas Kaminputz nicht geeignet ist. Klassifiziert als nicht brennbar (A1) gemäß EN 13501-1:2002. Feuer- und wasserfest sowie resistent gegen Schimmel und Stockflecken.

    Mehr erfahren
pro Seite

Das System aus hitzebeständigem Feinputz und Kamin-Grundputz verstehen

Eine langlebige Verkleidung für Kamin oder Heizofen erfordert aufeinander abgestimmte Schichten, korrekte Schichtdicken und eine kontrollierte Trocknung. Die Produkte dieser Kategorie erfüllen unterschiedliche Funktionen, und ihre jeweiligen Temperaturbeständigkeiten lassen sich nicht auf den gesamten Aufbau übertragen. FR Kamin-Grundputz bildet die feuerfeste Basisschicht auf stabilem Mauerwerk. HRP hitzebeständiger Feinputz sorgt für eine abschließende glatte Oberfläche auf trockenem FR Grundputz oder einer geeigneten Hochtemperatur-Bauplatte. PVA reguliert die Saugfähigkeit und verbessert die Haftung, während Glasfaser-Armierungsgewebe die Plattenfugen unter dem Feinputz verstärkt.

Der geeignete Aufbau hängt vom Heizgerät, Untergrund, Abstand zur Wärmequelle und von der höchsten Oberflächentemperatur unter normalen sowie anormalen Betriebsbedingungen ab. Beachten Sie stets die Abstands- und Lüftungsvorgaben des Geräteherstellers. Die hier beschriebenen Produkte sind für geeignete Verkleidungen und angrenzende wärmebelastete Flächen vorgesehen. Sie dürfen nicht ohne Weiteres im Feuerraum, bei direktem Flammenkontakt oder als Ersatz für eine geprüfte Feuerstätte, Abgasanlage oder ein passives Brandschutzsystem eingesetzt werden.

Produkte und ihre Funktionen

KomponenteHauptfunktionVeröffentlichte Temperaturbeständigkeit oder SpezifikationWichtige Einschränkung
FR Kamin-GrundputzHitzebeständiger Grundputz für geeignetes Ziegel-, Naturstein- und sonstiges MauerwerkAngegebene Höchsttemperatur: 1400 °CIn der vorgeschriebenen Schichtdicke verarbeiten und vor dem Aufbringen des Oberflächensystems trocknen sowie die erforderliche kontrollierte Erstaufheizung durchführen.
HRP hitzebeständiger FeinputzGlatter Oberputz für trockenen FR Grundputz oder geeignete HT-/CS-PlattenAngegebene Höchsttemperatur: 650 °C; Auftragsdicke: 3–6 mmNicht direkt auf Mauerwerk, herkömmlichen Putz oder ungeeignete Platten auftragen. Nach dem Trocknen kann das Material nicht geschliffen werden.
PVA Haftgrund und VersiegelungGrundiert saugfähigen FR Grundputz oder Platten vor dem Auftragen von HRPGebrauchsfertig; ungefähige Ergiebigkeit: 3 m² je LiterUnverdünnt auftragen und verputzen, solange die Grundierung noch klebrig ist. Es handelt sich um ein Vorbehandlungsprodukt, nicht um eine hitzebeständige dekorative Beschichtung oder Abdichtung.
Hochtemperatur-Glasfaser-ArmierungsbandVerstärkt Fugen und Innenecken von Feuerschutzplatten unter HRP50 mm breites, selbstklebendes, offenmaschiges GlasfasergewebeVerringert das Risiko von Rissen, ersetzt jedoch weder die fachgerechte Plattenbefestigung noch Bewegungsfugen oder eine statische Bewehrung.
HT Hochtemperatur-FeuerschutzplatteGipsfreie Bauplatte für festgelegte Hochtemperatur-Oberflächenanwendungen1200 × 800 × 12 mm; angegebene Höchsttemperatur: 650 °C; Brandverhalten: A1Für die Oberflächenbehandlung die richtige Plattenseite verwenden. Laut Produktanleitung wird diese Platte nicht für die direkte Montage hinter einem Kaminofen empfohlen.
Rührquirl für Grund- und FeinputzBohrmaschinen-Rührquirl zum gleichmäßigen Anmischen trockener PulverCa. 640 × 150 × 15 mmEin sauberer Rührquirl und saubere Behälter sind unerlässlich. Verunreinigungen durch Gips oder Portlandzement können die feuerfesten Materialien beeinträchtigen.

Den richtigen Systemaufbau wählen

UntergrundTypischer SchichtaufbauWichtige Prüfungen
Stabiles Ziegel-, Naturstein- oder geeignetes BlockmauerwerkVorbereitetes Mauerwerk → FR Kamin-Grundputz → kontrollierte Trocknung und Erstaufheizung → unverdünntes PVA → HRP mit 3–6 mmDie erforderliche Grundputzdicke für die Anwendung prüfen, nicht tragfähiges Material entfernen und für ausreichende mechanische Haftung sorgen. HRP nicht direkt auf das Mauerwerk auftragen.
Geeignete HT Hochtemperatur-Feuerschutzplatte oder CS DämmplatteFachgerecht befestigte Platte mit rauer Seite nach außen → Fugenfüller und Armierungsgewebe → unverdünntes PVA → HRP mit 3–6 mmSicherstellen, dass die gewählte Platte für Einbauort, Oberflächentemperatur und Geräteabstand zugelassen ist. Eine Auskleidungsplatte darf nicht als Ersatz für den vom Gerätehersteller vorgeschriebenen Hitzeschild betrachtet werden.

Temperaturbeständigkeiten und Systemgrenzen

FR Kamin-Grundputz ist mit einer Höchsttemperatur von 1400 °C angegeben, HRP und die HT Hochtemperatur-Feuerschutzplatte dagegen mit 650 °C. Diese Werte gelten für einzelne Produkte unter den jeweils angegebenen Bedingungen; sie stellen keine einheitliche Temperaturbeständigkeit für jeden daraus hergestellten Aufbau dar. Bildet HRP die sichtbare Oberfläche, müssen bei der Auswahl sowohl seine Grenze von 650 °C als auch die Grenzwerte des Untergrunds, der Platte, Befestigungsmittel, Fugenbehandlung und einer etwaigen Beschichtung berücksichtigt werden.

Die maximale Temperaturbeständigkeit eines Materials ist keine anzustrebende Betriebstemperatur. Sie legt weder den erforderlichen Abstand zwischen einem Heizgerät und einer brennbaren Wand fest noch weist sie eine Feuerwiderstandsdauer nach oder zertifiziert einen vollständigen Wand- oder Deckenaufbau. Die tatsächlichen Anforderungen an Oberflächentemperatur und Sicherheitsabstände sind beim Gerätehersteller einzuholen. Wenn die Einhaltung von Vorschriften, der Versicherungsschutz oder die Personensicherheit von einem geprüften Aufbau abhängen, ist das exakt dokumentierte System zu verwenden. Komponenten dürfen nicht allein deshalb kombiniert werden, weil ihre Einzelwerte ausreichend erscheinen.

Mauerwerk prüfen und vorbereiten

Der Untergrund muss stabil, sauber und ausreichend tragfähig für den neuen Grundputz sein. Tapeten, Farbe, Ruß, Staub, Fett, loser Putz, mürber Mörtel und andere haftungsmindernde Materialien sind zu entfernen. Vorhandene Fugen müssen entsprechend den Verarbeitungshinweisen bei Bedarf etwa 12 mm tief ausgekratzt werden. Glatte Ziegel- oder Natursteinflächen müssen gegebenenfalls mechanisch aufgeraut werden, um einen geeigneten Haftgrund zu schaffen.

Trockenes, saugfähiges Mauerwerk vor dem Verputzen leicht anfeuchten, jedoch nicht durchnässen und das Material nicht auf stehendes Wasser auftragen. Anhaltende Feuchtigkeit, Salzausblühungen, Bewegungen oder Risse müssen vor dem Abdecken der Oberfläche untersucht werden. Hitzebeständiger Grundputz stabilisiert kein schadhaftes Mauerwerk, behebt keine undichte Abgasanlage und kann unkontrollierte Bauteilbewegungen nicht aufnehmen.

FR Kamin-Grundputz auftragen

Das Trockenpulver mit sauberem, kaltem Leitungswasser in einem Verhältnis von etwa 200 ml je Kilogramm anmischen. Nur so viel Wasser zugeben, dass eine steife, kellengerechte Konsistenz entsteht. Überschaubare Mengen anmischen, da Umgebungstemperatur, Saugfähigkeit und Arbeitsweise die Verarbeitungszeit beeinflussen. Keinen herkömmlichen Zement, Gipsputz, keine Pigmente und keine nicht zugelassenen Zusatzmittel zugeben.

AnwendungVeröffentlichte Mindest- oder Nennschichtdicke des GrundputzesOberfläche vor dem nächsten Arbeitsschritt
Seiten- und Rückwände einer geeigneten Nische für einen freistehenden KaminofenMindestens 12 mmGlätten, wenn der Grundputz als fertige Sichtfläche verbleibt; aufrauen oder strukturieren, wenn anschließend HRP aufgetragen wird.
Bereich um einen offenen Kamin oder Feuerkorb25 mm, in einer oder mehreren geeigneten Schichten aufgetragenEntsprechend der vorgesehenen Sichtfläche oder der nachfolgenden zugelassenen Schicht bearbeiten.
Kaminschürze oder Verkleidung einer Kaminkassette als Untergrund für HRPMindestens 12 mm FR, anschließend 3–6 mm HRPFür eine mechanische Haftung des Feinputzes sorgen.
Geeignete Wand um einen Heizkessel oder ein anderes HeizgerätMindestens 12 mmZunächst Geräteabstand, Untergrund und maximale Oberflächentemperatur prüfen.

Dickere Bereiche entsprechend den aktuellen Produktanweisungen schichtweise aufbauen, statt eine unkontrolliert dicke Einzelschicht aufzutragen. Den Grundputz fest an den vorbereiteten Untergrund andrücken und Hohlstellen vermeiden. Wenn später HRP aufgetragen wird, die Oberfläche griffig belassen und nicht glatt polieren. Die angegebene Ergiebigkeit eines 20-kg-Sacks beträgt bei 25 mm Schichtdicke etwa 0,4 m². Auf unebenen Untergründen sowie beim Verfüllen von Fugen oder Vertiefungen steigt der tatsächliche Verbrauch.

Trocknung und Erstaufheizung des Kamin-Grundputzes

Frischen Grundputz vor zu schnellem Feuchtigkeitsverlust, Frost und vorzeitigem Aufheizen schützen. Die aktuellen Produktinformationen nennen einen Schutz über Nacht und eine natürliche Trocknungszeit. Die Anweisungen für den Feinputz verlangen zudem, dass die FR Basisschicht bei über 20 °C mindestens drei Tage getrocknet ist; bei vorhandener Restfeuchte ist eine längere Zeit erforderlich. Als vorsichtige Vorgabe sollten daher mindestens 72 Stunden unter warmen, gut belüfteten Bedingungen vorgesehen werden. Bei dicken Schichten, niedrigen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit oder feuchtem Mauerwerk ist diese Zeit zu verlängern.

FR Kamin-Grundputz erfordert außerdem eine kontrollierte Erstaufheizung, bevor er mit dem Oberflächensystem überdeckt wird. Damit darf erst nach der natürlichen Trocknung begonnen werden. Es sind die aktuellen, für die jeweilige Installation geltenden Inbetriebnahmeanweisungen zu befolgen. Wird feuchtes feuerfestes Material zu schnell erhitzt, können sich Dampf, Risse oder örtliche Haftungsverluste bilden. PVA und HRP erst auftragen, wenn der Grundputz trocken und stabil ist und die vorgeschriebene Erstinbetriebnahme abgeschlossen wurde.

HT Hochtemperatur-Feuerschutzplatte als Putzträger verwenden

Die HT Hochtemperatur-Feuerschutzplatte misst 1200 × 800 × 12 mm und deckt vor Zuschnitt und Verschnitt 0,96 m² ab. Sie ist eine starre, gipsfreie Platte und nicht für gebogene Konstruktionen vorgesehen. Für eine Oberfläche aus HRP oder Fliesen ist die Platte mit der rauen Rückseite nach außen einzubauen. Die glatte Seite wird verwendet, wenn die Platte selbst gestrichen werden soll. Befestigungsmittel, Abstände der Unterkonstruktion und Randabstände müssen den Plattenanweisungen entsprechen. Der Untergrund muss auch bei thermischen Wechselbelastungen stabil bleiben.

Vor dem Verputzen die Plattenfugen mit dem vorgeschriebenen hitzebeständigen Füllstoff schließen und das 50 mm breite Glasfaser-Armierungsband mittig über Fugen und Innenecken anbringen. Die Fugenbehandlung trocknen lassen, die Oberfläche mit unverdünntem PVA beschichten und HRP auftragen, solange die Grundierung noch klebrig ist. Das selbstklebende Band hält sich selbst in Position, muss jedoch vollständig in den Feinputz eingebettet werden.

Die Klassifizierung A1 der Platte beschreibt ihr Brandverhalten nach der angegebenen Prüfnorm. Sie weist keine Feuerwiderstandsdauer für eine aus der Platte hergestellte Wand nach. Die Produktanleitung rät außerdem davon ab, diese spezielle Platte direkt hinter einem Kaminofen einzusetzen. Für diesen Bereich ist eine Bauplatte, Dämmplatte oder ein verputztes Mauerwerkssystem zu verwenden, das ausdrücklich für das Heizgerät und die Einbaubedingungen zugelassen ist.

Grundierung mit PVA Haftgrund und Versiegelung

Den sauberen, trockenen FR Grundputz oder die fachgerecht vorbereitete Platte mit unverdünntem PVA Haftgrund und Versiegelung beschichten. Die Grundierung reduziert eine ungleichmäßige Saugfähigkeit und verbessert die Haftung des Feinputzes. HRP auftragen, solange das PVA noch klebrig ist. Zwischen den Schichten darf kein glänzender, vollständig getrockneter Film entstehen, sofern projektspezifische aktuelle Anweisungen nichts anderes vorgeben.

Die veröffentlichte Ergiebigkeit beträgt etwa 3 m² je Liter, auf porösen oder unebenen Flächen kann jedoch mehr Material erforderlich sein. PVA ist nicht die sichtbare Hochtemperatur-Oberfläche und darf nicht als Nachweis für Wasserdichtheit, Feuerwiderstand oder eine höhere Temperaturbeständigkeit des Systems herangezogen werden.

HRP hitzebeständigen Feinputz anmischen und auftragen

Sauberes, kaltes Leitungswasser in einem Verhältnis von etwa 200 ml je Kilogramm Trockenputz verwenden. Mischgefäß, Rührquirl und Handwerkzeuge müssen sauber und frei von Gipsputz, Portlandzement und bereits erhärtetem Material sein. Nur so viel Material anmischen, wie innerhalb von etwa 20 Minuten verarbeitet werden kann. Bereits ansteifenden Putz nicht durch erneute Wasserzugabe wieder verarbeitbar machen.

  1. Sicherstellen, dass der FR Grundputz getrocknet ist und die vorgeschriebene Erstaufheizung abgeschlossen wurde oder dass die geeignete Platte und ihre Fugen für die Oberflächenbehandlung bereit sind.
  2. Unverdünntes PVA auftragen und mit dem Verputzen beginnen, solange es noch klebrig ist.
  3. HRP gleichmäßig in einer Schichtdicke von 3–6 mm verteilen. Die Ränder nicht bis auf null auslaufen lassen.
  4. Die Oberfläche nach etwa 15–20 Minuten mit der Kelle auf die gewünschte Glätte bringen, solange der Putz noch verarbeitbar ist.
  5. Die fertige Oberfläche bei etwa 20 °C mindestens 72 Stunden natürlich trocknen lassen. Bei kühleren, feuchteren oder schlecht belüfteten Bedingungen ist die Trocknungszeit zu verlängern.

HRP kann zur Korrektur einer rauen Oberfläche nicht trocken geschliffen werden. Die endgültige Struktur muss daher während des Glättens mit der Kelle hergestellt werden. Ist eine weitere dünne Deckschicht erforderlich, die erste Schicht trocknen lassen, PVA auftragen und die Folgeschicht unter Einhaltung der angegebenen Gesamtdicke und Systemvorgaben ausführen. Die veröffentlichte Ergiebigkeit beträgt bei 6 mm Schichtdicke etwa 2 m² je 20 kg beziehungsweise 1 m² je 10 kg. Oberflächenzustand, Verschnitt und örtliche Ausgleichsarbeiten beeinflussen die praktische Ergiebigkeit.

Trocknung, Beschichtung und Wiederinbetriebnahme des Heizgeräts

Nassen Putz weder streichen noch erhitzen. Nachdem HRP vollständig getrocknet ist, kann die Oberfläche entsprechend den aktuellen Anweisungen mit einer geeigneten wasserbasierten Dispersionsfarbe gestaltet werden. Ein verdünnter Voranstrich ist normalerweise nicht erforderlich. Die Farbe dient nur der Gestaltung und erhöht weder die Temperaturbeständigkeit von 650 °C noch den Brandschutz. Die Temperaturgrenze des Farbherstellers prüfen und vinylreiche, lösemittelhaltige oder undurchlässige Beschichtungen vermeiden, sofern deren Verträglichkeit nicht nachgewiesen wurde.

Die fertige Verkleidung schrittweise in Betrieb nehmen und die Anweisungen des Geräteherstellers befolgen. In dickem Mauerwerk kann Restfeuchtigkeit verbleiben, auch wenn die Oberfläche trocken erscheint. Eine schnelle Belastung mit voller Heizleistung kann zu Schwindrissen, Dampfdruck, Verfärbungen oder Haftungsverlust führen. Während der ersten Nutzung gut lüften und den Betrieb unterbrechen, wenn erhebliche Risse, Hohlstellen oder Ablösungen auftreten.

Risse vermeiden und reparieren

Feine Risse können durch übermäßige Schichtdicke, zu schnelle Trocknung, unzureichende mechanische Haftung, Bewegungen des Untergrunds, schlecht abgestützte Plattenfugen oder einen zu frühen Hochtemperaturbetrieb entstehen. Armierungsgewebe reduziert Spannungsspitzen an Plattenfugen, kann jedoch lose Platten, unzureichende Befestigungen oder Bauteilbewegungen nicht ausgleichen. Eine aktive Dehn- oder Bewegungsfuge darf niemals mit starrem Putz überbrückt werden, sofern der Systemplaner dafür kein zugelassenes Detail vorgesehen hat.

Kleine, stabile Fehlstellen in HRP können entsprechend der Produktanleitung mit HRF hitzebeständiger Reparaturspachtelmasse ausgebessert werden. Breitere, wiederkehrende oder hohl klingende Risse müssen vor einer kosmetischen Reparatur untersucht werden. Nicht tragfähiges Material entfernen und die zugrunde liegende Ursache beheben. Das wiederholte Füllen einer beweglichen Fuge führt nicht zu einem dauerhaften Ergebnis.

Sicherheits- und Spezifikationsprüfungen

  • Vor Beginn der Arbeiten das aktuelle Produktdatenblatt, Sicherheitsdatenblatt und die Anweisungen des Heizgeräteherstellers lesen.
  • Untergrund, Schichtaufbau, fertige Gesamtdicke und maximale Betriebstemperatur für die konkrete Installation prüfen.
  • Die vorgeschriebenen Abstände von Heizgerät und Abgasführung zu brennbaren Materialien einhalten. Grund- und Feinputz erlauben keine Verringerung dieser Abstände.
  • Die Produkte nicht bei direktem Flammenkontakt, im Feuerraum oder als Material für die Feuerstätte verwenden, sofern die genaue Produktdokumentation diese Anwendung nicht ausdrücklich erlaubt.
  • Beim Umgang mit Pulvern, Zuschneiden von Platten und Anmischen der Materialien den in den Sicherheitsdatenblättern angegebenen Atem-, Augen-, Haut- und Handschutz tragen.
  • Beim Zuschneiden der Platten für eine geeignete Absaugung sorgen und unnötige Staubentwicklung vermeiden.
  • Anwendungen im Außenbereich oder in dauerhaft feuchten Bereichen gesondert prüfen. Die Eignung einer einzelnen Komponente für den Außenbereich macht das vollständige beschichtete System nicht witterungsbeständig.

Häufig gestellte Fragen

Worin unterscheiden sich Kamin-Grundputz und hitzebeständiger Feinputz?

FR Kamin-Grundputz ist die auf geeignetes Mauerwerk aufgetragene hitzebeständige Basisschicht und für bis zu 1400 °C angegeben. HRP ist ein glatter Feinputz, der in einer Schichtdicke von 3–6 mm auf trockenem FR Grundputz oder einer geeigneten Hochtemperaturplatte aufgetragen wird und für bis zu 650 °C angegeben ist.

Müssen FR Kamin-Grundputz und HRP zusammen verwendet werden?

Beide Produkte werden verwendet, wenn auf Mauerwerk eine glatte HRP-Oberfläche gewünscht ist. FR bildet die feuerfeste Basisschicht, HRP die abschließende glatte Oberfläche. FR kann auch als sichtbarer Grundputz verbleiben, sofern die vorbereitete Oberfläche geeignet ist und die Produktanleitung dies zulässt.

Ist das vollständige Putzsystem für 1400 °C ausgelegt?

Nein. Der Wert von 1400 °C gilt für FR Kamin-Grundputz. HRP und die HT Hochtemperatur-Feuerschutzplatte sind für bis zu 650 °C angegeben. Beim fertigen Aufbau müssen daher der niedrigste zutreffende Grenzwert einer Komponente und die Bedingungen der Gesamtkonstruktion eingehalten werden.

Kann HRP direkt auf Ziegel- oder Blockmauerwerk aufgetragen werden?

Nein. Auf Mauerwerk zunächst FR Kamin-Grundputz in der erforderlichen Schichtdicke auftragen. Trocknen lassen, die vorgeschriebene Erstaufheizung durchführen und anschließend mit unverdünntem PVA grundieren, bevor HRP aufgetragen wird.

Kann HRP auf herkömmlichen Gipsputz aufgetragen werden?

Nein. Herkömmlicher Gipsputz ist in diesem System kein zugelassener hitzebeständiger Untergrund für HRP. Ungeeignetes Material entfernen und den vorgeschriebenen Untergrund aus FR Grundputz oder einer geeigneten Platte herstellen.

Welche Seite der HT Hochtemperatur-Feuerschutzplatte muss nach außen zeigen?

Für Oberflächen aus HRP oder Fliesen die raue Rückseite als sichtbare Arbeitsfläche verwenden. Die glatte Seite ist nach außen auszurichten, wenn die Platte selbst gestrichen werden soll.

Kann die HT Hochtemperatur-Feuerschutzplatte direkt hinter einem Kaminofen montiert werden?

Laut aktueller Produktanleitung nicht. Für diesen Bereich ist die vorgeschriebene Lösung aus verputztem Mauerwerk, einer Kaminbauplatte oder einer Dämmplatte zu verwenden. Zusätzlich sind die vom Gerätehersteller vorgegebenen Abstände zu prüfen.

Wie dick muss FR Kamin-Grundputz aufgetragen werden?

Die veröffentlichten Anweisungen schreiben auf geeigneten Nischenwänden, Kaminschürzen und Wänden um Heizgeräte eine Mindestschichtdicke von 12 mm vor. Im Bereich eines offenen Kamins oder Feuerkorbs beträgt die angegebene Schichtdicke 25 mm und ist bei Bedarf in geeigneten Lagen aufzubauen.

Wie dick muss HRP hitzebeständiger Feinputz aufgetragen werden?

HRP in einer Schichtdicke zwischen 3 mm und 6 mm auftragen. Die Ränder nicht bis auf null auslaufen lassen und die Systemvorgaben nicht überschreiten, um größere Unebenheiten des Untergrunds auszugleichen.

Wie viel Wasser wird zum Anmischen benötigt?

Die Anweisungen für FR und HRP nennen jeweils etwa 200 ml sauberes, kaltes Leitungswasser je Kilogramm Trockenpulver. Das Wasser vorsichtig zugeben, bis die erforderliche Konsistenz erreicht ist. Das Mischungsverhältnis ist keine Freigabe für eine zu dünnflüssige Mischung.

Warum müssen die Mischwerkzeuge vollständig sauber sein?

Rückstände von Gips, Portlandzement oder erhärtetem Material können die feuerfeste Mischung verunreinigen und das Abbinden, die Verarbeitungszeit oder die Leistung beeinträchtigen. Saubere, ausschließlich dafür verwendete Behälter, Kellen und einen sauberen Rührquirl benutzen.

Ist PVA vor dem Auftragen von HRP erforderlich?

Ja. PVA Haftgrund und Versiegelung unverdünnt auf den trockenen, vorbereiteten FR Grundputz oder die geeignete Platte auftragen und HRP verarbeiten, solange die Oberfläche noch klebrig ist.

Ist Armierungsgewebe an den Fugen von Feuerschutzplatten erforderlich?

Ja. Plattenfugen und Innenecken vor dem Grundieren und Verputzen mit dem vorgeschriebenen hitzebeständigen Füllstoff und einem 50 mm breiten Glasfaser-Armierungsband schließen und verstärken. Das Band verringert die Rissbildung, ist jedoch keine statische Bewehrung.

Wie lange muss FR Kamin-Grundputz vor dem Verputzen trocknen?

Bei über etwa 20 °C mindestens 72 Stunden trocknen lassen. Bei vorhandener Restfeuchte, dicken Schichten oder kühlen beziehungsweise feuchten Bedingungen ist eine längere Trocknungszeit erforderlich. Vor dem Auftragen von HRP muss außerdem die in den aktuellen Anweisungen vorgeschriebene kontrollierte Erstaufheizung des Grundputzes abgeschlossen sein.

Wie lange muss HRP vor dem Streichen oder Aufheizen trocknen?

Bei etwa 20 °C mindestens 72 Stunden trocknen lassen und die Zeit bei ungünstigeren Bedingungen verlängern. Eine trocken wirkende Oberfläche genügt nicht. Vor dem Streichen oder der Inbetriebnahme müssen die gesamte Schichtdicke und der darunterliegende Aufbau trocken sein.

Kann hitzebeständiger Feinputz geschliffen werden?

Nein. HRP kann nach dem Abbinden nicht trocken geschliffen werden. Die gewünschte glatte Oberfläche muss mit der Kelle hergestellt werden, solange das Material noch verarbeitbar ist.

Kann hitzebeständiger Feinputz gestrichen werden?

Ja, sobald er vollständig getrocknet ist. Eine geeignete wasserbasierte Dispersionsfarbe kann gemäß den aktuellen Anweisungen direkt aufgetragen werden. Die Beschichtung erhöht die Hitzebeständigkeit nicht und muss selbst für die erwartete Oberflächentemperatur geeignet sein.

Welche Fläche kann mit den Materialien bearbeitet werden?

Ein 20-kg-Sack FR reicht bei 25 mm Schichtdicke für etwa 0,4 m². HRP reicht bei 6 mm Schichtdicke für etwa 2 m² je 20 kg beziehungsweise 1 m² je 10 kg. Ein Liter PVA deckt etwa 3 m² ab, während eine ungeschnittene Platte mit 1200 × 800 mm eine Fläche von 0,96 m² besitzt. Für Unebenheiten des Untergrunds, Fugen, Zuschnitte und Verschnitt ist zusätzliches Material einzuplanen.

Wie werden kleine Risse in HRP repariert?

Stabile kleine Risse können mit HRF hitzebeständiger Reparaturspachtelmasse ausgebessert werden. Wiederkehrende, breite oder hohl klingende Risse müssen vor der Reparatur auf Bewegungen, mangelhafte Haftung, übermäßige Schichtdicke oder vorzeitiges Aufheizen untersucht werden.

Kann das vollständige Putzsystem im Außenbereich eingesetzt werden?

Dies darf nicht ohne gesonderte Prüfung angenommen werden. Einzelne Produktbeschreibungen können auf eine Verwendung im Außenbereich hinweisen, doch der vollständige Aufbau, die Beschichtung, Fugen, Witterungsbelastung und Feuchtigkeitsbedingungen müssen separat bestätigt werden. PVA und eine dekorative Innenbeschichtung dürfen nicht als witterungsbeständiges System dargestellt werden.

Macht eine Feuerschutzplatte der Klasse A1 die Wand feuerbeständig?

Nein. A1 ist eine Klassifizierung des Brandverhaltens des Plattenmaterials. Sie legt keine Feuerwiderstandsdauer für die vollständige Wand fest, weist keinen Schutz brennbarer Untergründe nach und hebt die dokumentierten Sicherheitsabstände des Heizgeräts nicht auf.