So baust du einen Pizzaofen im Garten – DIY in 6 einfachen Schritten

So baust du einen Pizzaofen im Garten – DIY in 6 einfachen Schritten
15. Mai 2020 Edited Wird geladen … 25764 view(s) 9 min read
So baust du einen Pizzaofen im Garten – DIY in 6 einfachen Schritten

Wer mag keine Pizza? Egal, woher du kommst: Nur wenige sagen Nein zu einer dampfend heißen Pizza direkt aus dem Pizzaofen. Pizza ist mit der Zeit zu einem wichtigen Teil unseres sozialen Lebens geworden – wir essen sie beim Filmabend, beim Treffen mit Freunden, bei Arbeitsbesprechungen und an langen Netflix-Abenden. Ein Anruf oder ein Klick genügt, und die Pizza ist unterwegs.

Hast du aber schon einmal darüber nachgedacht, zu Hause einen eigenen Holzbackofen für Pizza zu bauen? Damit bist du nicht allein. Viele kochen gern selbst, und Pizza ist da keine Ausnahme. Während viele einen Elektro- oder Gasofen nutzen, möchten andere die volle Kontrolle und entscheiden sich für einen gemauerten Pizzaofen im eigenen Garten. Das kann aufwendig klingen, ist mit einer klaren und verständlichen DIY-Anleitung aber ein recht unkompliziertes Projekt.

Du kannst ganz einfach einen Pizzaofen im Garten bauen. Wähle einfach Schamottesteine von guter Qualität und beginne noch heute mit dem Bau deines eigenen gemauerten Pizzaofens. Alle Teile, Produkte und Materialien, die du für deinen holzbefeuerten Pizzaofen brauchst, kannst du bequem im Onlineshop kaufen. Schauen wir uns an, wie es geht.

Warum einen holzbefeuerten Pizzaofen verwenden?

Vielleicht fragst du dich, welche Vorteile ein holzbefeuerter Pizzaofen für den Außenbereich gegenüber einem normalen Backofen hat. Dein Pizzaofen backt die Pizza nicht nur schnell, sondern hilft auch dabei, den natürlichen Geschmack aller Zutaten zu bewahren. Das Ergebnis ist ein ganz besonderes Erlebnis. Sobald der Ofen aufgeheizt ist, kannst du in nur wenigen Minuten eine leckere, aromatische Pizza fertig haben.

Ein gemauerter Ofen trägt außerdem dazu bei, die natürlichen Nährstoffe der Zutaten zu erhalten – ein zusätzlicher Vorteil, wenn du Pizza isst. In einem Pizzaofen für den Garten kannst du auch andere Gerichte zubereiten und gleichzeitig Energie sparen, neben weiteren Vorteilen.

Wo sollte der Pizzaofen gebaut werden?

Du kannst einen gemauerten Pizzaofen in deinem eigenen Garten bauen. Wir empfehlen jedoch, ihn mit etwas Abstand zu Bäumen aufzustellen. So verringerst du das Risiko unerwarteter Probleme zu einem späteren Zeitpunkt. Wähle einen offenen Platz in der Nähe einer Wand oder mitten im Garten, baue einen kleinen Schutz gegen Regen, und schon kannst du mit dem Bau deines eigenen Pizzaofens beginnen.

Wie funktionieren Pizzaöfen für den Außenbereich?

Das Grundprinzip eines Holzofens ist sehr einfach. In der Mitte des Ofens wird ein Feuer entzündet, das die innere Kuppel aufheizt. Auch nachdem die Flammen heruntergebrannt sind, muss der Ofen die Wärme speichern, um die richtige Backtemperatur zu erreichen. Ein holzbefeuerter Pizzaofen ist so konstruiert, dass er über lange Zeit eine gleichmäßige Hitze hält, meist im Bereich von 300–400 °C. Sobald der Ofen die richtige Temperatur erreicht hat, kannst du mit dem Backen beginnen. Das geht so schnell, dass du in weniger als einer Stunde eine köstliche heiße Pizza zubereiten kannst.

Wie wärmt man Pizza im Ofen auf?

Übrig gebliebene Pizza lässt sich ganz einfach im Ofen aufwärmen. Stelle einfach ein Backblech in den Gartenofen. Sobald das Blech im Ofen ist, heizt du ihn auf 190 °C auf, damit die Pizza vollständig warm wird, ohne an Geschmack zu verlieren.

Wenn der Ofen vorgeheizt ist, legst du die Pizzastücke auf das heiße Blech und backst sie etwa 10 Minuten.

Bei größeren oder dickeren Stücken mit mehr Belag kannst du mit weiteren fünf Minuten Backzeit rechnen. Du kannst die Pizzastücke auch auf Alufolie legen und 10 bis 15 Minuten backen. Pizza lässt sich auch in einem Minibackofen aufwärmen, allerdings schmilzt die Käseschicht dort möglicherweise nicht so gleichmäßig wie in einem normalen Backofen.

So verwendest du Pizzaöfen für den Garten

Wie baut man einen eigenen Pizzaofen im Garten?

Du hast dich also entschieden, einen eigenen holzbefeuerten Pizzaofen im Garten zu bauen. Glückwunsch. Im nächsten Schritt geht es darum, was du brauchst, wie die Materialien eingesetzt werden und welche Schritte du befolgen solltest, um ganz einfach einen voll funktionsfähigen Pizzaofen zu bauen.

Das brauchst du

Sehen wir uns an, welche Teile und Materialien du brauchst, um deinen eigenen DIY-Pizzaofen zu bauen.

Materialien für den Unterbau:

Betonblöcke 440 mm x 215 mm auf drei Seiten: 35
Schamottesteine 230 mm x 64 mm auf drei Seiten: 200
3 x 20 kg feuerfester Ofenmörtel für Außenöfen
Betonplatte oben: 1 Sack Zement / 2 Säcke Sand / 3 Säcke Kies
Bahnschwellen 2,6 m x 250 mm: 2

Materialien für den Ofenboden

Für den Ziegelboden: ca. 40 Steine 230 x 114 x 64 mm
Für einen 25 mm starken Boden aus feuerfestem Estrich: 2 x 20 kg feuerfester Estrich

Materialien für die Ofenkuppel

Dämmung

Unter dem Ofenboden: 1 x Keramikfaserplatte 1200 x 1000 x 50 mm
Auf der Kuppel: 1 x Rolle Keramikfasermatte, Klasse 1260, 7,32 m x 610 mm x 25 mm
1 Rolle Ofendrahtgewebe
3 x 20 kg feuerfester Ofenmörtel für Außenöfen
250 Schamottesteine 230 mm x 64 mm
34 bogenförmige Schamottesteine

Schritt 1: Unterbau und Sockel für den Ofen bauen

Dieser Arbeitsschritt sollte etwa 3 bis 5 Stunden dauern. Er bildet die Grundlage deines Ofens und muss daher stabil sein. Die Sockelkonstruktion kann je nach Vorliebe aus Stein, Betonblöcken oder Holzschwellen gebaut werden.

Räume den gewählten Platz frei und hebe anschließend eine flache Fläche von 120 cm x 120 cm aus. Wenn du die Konstruktion aus Ziegeln oder Gehwegplatten baust, verwendest du normalen Bauzement. Wenn du dich für Holz als Sockel entschieden hast, verschraubst du die Teile zu einem Quadrat. Ziel ist eine große quadratische Konstruktion von etwa 1 m Höhe und mit einer Grundfläche von 120 cm x 120 cm für deinen gemauerten Pizzaofen.

Die tragende Ofenbasis kann auf verschiedene Weise hergestellt werden. Eine Möglichkeit ist, Steinplatten als Grundlage zu verwenden. Eine andere ist, einen Betonsockel auf einem nicht brennbaren Untergrund zu gießen. Du kannst auch Bahnschwellen als Stütze einsetzen. Bei dieser letzten Variante solltest du dennoch ein nicht brennbares Material auf die Schwellen legen, zum Beispiel Stein oder Beton, damit ein sicherer Ofenboden entsteht.

Schritt 2: Konstruktionsdetails, die du beachten solltest

Der Ofenboden kann aus einer Lage feuerfestem Estrich oder aus einer Lage Schamottesteinen hergestellt werden. In beiden Fällen musst du zuerst Dämmmaterial auf den Unterbau legen, bevor du den Ofenboden baust. Eine 50 mm starke Keramikfaserplatte ist dafür ideal.

Die Oberkante der Ofentür und der Anschluss des Schornsteins sollten nicht höher liegen als zwei Drittel der gesamten Ofenhöhe. Wenn die Öffnungen zu hoch sitzen, entweicht die gesamte Wärme direkt durch den Schornstein oder durch die Türöffnung.

Die Ofenkuppel selbst kann aus Schamottesteinen gemauert oder aus feuerfestem Estrich auf einer Form aufgebaut werden. Die Form kann so einfach sein wie ein Haufen feuchter Sand oder eine aufwendigere Stützform aus Holz. Am Ende des Projekts ist es sehr befriedigend, die Stützkonstruktion anzuzünden, denn das ist die einfachste Art, sie zu entfernen.

Denke zum Schluss über Tür und Schornstein nach. Wenn du bereits eine bestimmte Lösung im Kopf hast, sollte die Türöffnung so gemauert werden, dass die gewählte Tür passt. Eine Tür ist natürlich nicht zwingend nötig, sondern hängt davon ab, wie du den Ofen nutzen möchtest – dazu kommen wir gleich.

Schritt 3: Die Ofenkuppel bauen

Jetzt ist der Ofenboden mit der darunterliegenden Dämmung fertig, und es ist Zeit, die Kuppel zu bauen.

a) Die Kuppel aus Ziegeln bauen.

Ohne Stützkonstruktion kann die Kuppel aus Ziegeln gebaut werden, indem du eine Lage nach der anderen setzt und wartest, bis der Mörtel abgebunden hat, bevor die nächste Lage folgt. Das dauert deutlich länger als die Arbeit mit einer Stützkonstruktion, denn damit kannst du alle Steine auf einmal setzen und die Stütze erst entfernen, wenn der Mörtel abgebunden hat.

In beiden Fällen empfehlen wir, Standard-Schamottesteine 230 x 114 x 64 mm zu verwenden und sie zu halbieren. Setze die Steine so, dass sie sich an der Innenseite berühren. Dadurch entsteht nach außen eine konisch zulaufende Fuge, und die Zwischenräume werden mit feuerfestem Estrich gefüllt.

b) Die Kuppel aus einer Lage feuerfestem Estrich bauen

Am einfachsten ist es, einen Haufen feuchten Sand genau in der Form aufzuschichten, die das Innere des Ofens haben soll. Decke ihn mit einer dünnen Polyethylenfolie ab und beginne dann, die Masse mit der Kelle von der Basis zur Mitte der Kuppel hin aufzutragen.

Du kannst natürlich auch einen Gymnastikball oder eine Holzform verwenden, das Prinzip bleibt jedoch gleich. Lasse die Konstruktion einige Tage trocknen und entferne anschließend die Stütze.

Schritt 4: Die Öffnung für den holzbefeuerten Pizzaofen herstellen

Die Öffnung kann mit einem Satz bogenförmiger Steine hergestellt werden, oder du kaufst einen vorgefertigten Türbogen und baust ihn in die Konstruktion ein.

feuerfeste Materialien zum Bau holzbefeuerter Öfen

Schritt 5: Den Ofen trocknen und die Dämmschicht herstellen

Bevor du die Oberfläche des Ofens mit der Dämmschicht abdeckst, solltest du den Ofen zwei- oder dreimal vorsichtig befeuern, um sicherzustellen, dass die Materialien gründlich getrocknet sind. Weitere Informationen zum Trocknen und Einbrennen eines Pizzaofens findest du in unserem Blog.

Wenn du die Kuppel aus Ziegeln gebaut hast, kannst du die Außenseite mit einer weiteren Lage feuerfestem Estrich glätten. Decke die Außenseite der Kuppel anschließend mit einer mindestens 25 mm starken Keramikfasermatte ab. Befestige sie mit Ofendrahtgewebe und verputze die Oberfläche dann mit feuerfestem Ofenmörtel für Außenöfen in einer Schichtstärke von etwa 10 mm.

Diese Schicht kann jetzt mit Fassadenfarbe für den Außenbereich gestrichen werden. Du kannst dich aber auch für eine aufwendigere Gestaltung entscheiden, zum Beispiel indem du die Außenseite des Ofens mit Fliesen oder Platten verkleidest. Im Grunde sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Schritt 6: Den Ofen anheizen und benutzen

Bevor du den Ofen richtig nutzt, besonders wenn du eine Einweihungsfeier planst, musst du lernen, wie du den Pizzaofen richtig verwendest. Es ist wichtig, den Ofen zwei- oder dreimal zu befeuern, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie er funktioniert.

Entzünde das Feuer mit Anzündholz in der Mitte des Ofens. Hab keine Angst vor einem größeren Feuer und mach dir keine Sorgen, wenn es anfangs den ganzen Ofen ausfüllt. Sobald es richtig brennt, kannst du Holz nachlegen. Trockenes, ofengetrocknetes Hartholz funktioniert am besten, und wenn du die Wahl hast, ist Buche eine gute Option.

Spalte viertelrunde Holzscheite mit der Axt noch einmal und beginne, das Feuer zu versorgen. Am Fuß des Feuers musst du Glut und Asche aufbauen. Erst danach verteilst du die Glut entlang des Ofenrands, damit du auf dem heißen Ofenboden mit dem Backen beginnen kannst.

Beim Pizzabacken gilt: Je heißer der Ofen ist, desto besser. Es bringt wenig, viele Pizzen gleichzeitig backen zu wollen, denn eine Pizza ist in wenigen Minuten fertig. Während du die nächste Pizza vorbereitest, könnte die erste bereits fertig gebacken sein.

Wenn du den Ofen heißer bekommen möchtest, erhöhst du die Luftzufuhr zum Feuer. Um die aktuelle Temperatur zu halten, begrenzt du die Luftzufuhr und schließt die Klappe.

Wenn du dagegen Brot backst, ist es wichtig, die Temperatur über die etwa 40 Minuten, die ein Laib zum Backen braucht, stabil zu halten. Ist die Temperatur zu hoch, verbrennt das Brot außen, während der Teig innen noch roh ist.

Am besten bringst du den Ofen auf etwa 300 °C und nimmst dann das Feuer aus dem Ofen. Das Brot backt in der Restwärme des Ofens. In diesem Moment ist es wichtig, die Klappe zu schließen, die Tür zu schließen und die Luftzufuhr vollständig zu unterbinden, damit möglichst viel Wärme im Ofen bleibt.

In deinem neuen Ofen kannst du auch viele andere Gerichte zubereiten. Langsam gegartes Lamm kommt meist sehr gut an, ebenso wie andere Gerichte aus dem Tontopf.

Ein großer Teil des Spaßes an diesem Projekt besteht darin, verschiedene Methoden auszuprobieren, bis du herausfindest, was für dich am besten funktioniert.

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